Auf dem Bild zu sehen v.li.n.re.: Dr. Cornelia Schmedes, Thea Jansen, Katharina Vogel, Annette Hilmes und Christa Geerswilken
Regionalkonferenz der Region Hümmling in Esterwegen
Auf der Regionalkonferenz der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) der Region Hümmling in Esterwegen stand im Mittelpunkt ein Vortrag zum Thema „Wie geht Frau mit Kritik um?“
Diplom-Sozialpädagogin Dr. Cornelia Schmedes von der Katholischen Akademie Stapelfeld machte zu Beginn mit einer Power-Point-Präsentation den Unterschied zwischen Enten-Typen und Adler-Typen klar. „Enten suchen Ausreden, Adler suchen Lösungen. Wir haben beides in uns, Ente und Adler, Problemsucher und Lösungstyp“, sagte sie und gab Tipps, wie es gelingen kann, vom Entenzustand in den Adlerzustand zu kommen, vom Problemsucher zum Lösungsfinder zu gelangen.
Frauen stellten ihren Worten zufolge oft sehr hohe Ansprüche und Erwartungen an sich selber. Wenn etwas nicht klappen würde, nähmen Frauen es gleich als Kritik wahr, so die Referentin und lenkte dabei ihren Blick auf das Drama-Dreieck mit seinen drei Positionen Verfolger, Opfer und Retter. Sie erklärte dessen Aufbau und Funktion klar und kurzweilig mit Beispielen aus dem Leben, die die Frauen gut nachvollziehen konnten. „Ein Mensch, der die Retter-Position einnimmt, sorgt sich gern um andere. Dem Verfolger ist es wichtig, sich überlegen zu fühlen. Er weiß genau, was richtig oder falsch ist. Menschen, die die Opferrolle besetzen, präsentieren sich anderen gegenüber häufig als schwach und hilflos“, so Schmedes. Bei dem Drama-Dreieck starte man in einer von den drei Positionen. Dann würde ein Rollenwechsel stattfinden, was bei allen Beteiligten schnell zu Verwirrungen und Missverständnissen führe.
Beobachten, Interpretieren und Bewerten seien deshalb wichtige Grundlagen bei der Kommunikation, meinte Schmedes und sagte: „Wenn ich gut für Kritik ausgerüstet sein will, dann muss ich ein gutes Selbstwertgefühl haben“. Deshalb sollte man öfters seinen Blick darauf lenken, was positiv gelaufen ist und worauf man stolz sein kann und sich mit den Dingen beschäftigen, die Spaß machen würden.
Um letztendlich aus der Opferrolle herauszukommen und den richtigen Umgang mit Kritik zu lernen, legte Schmedes den Frauen folgende Ratschläge ans Herz: Verantwortung übernehmen, schlagfertig sein und sich nicht den Selbstwert nehmen lassen, außerdem Kritik richtig analysieren, um angemessen zu reagieren, zudem aus dem Reptiliengehirn herauskommen und schließlich seinen eigenen Umgang mit Kritik hinterfragen.
Christa Geerswilken bedankte sich bei Frau Schmedes für den interessanten Vortrag und den vielen Tipps für den richtigen Umgang mit Kritik. Sie verwies zudem noch auf einige Termine, wie die Frauenkundgebung in Ahmsen und das Frauenfrühstück in Lingen mit der Vorsitzenden des Katholikenrates, Katharina Abeln. Thea Jansen und Annette Hilmes besprachen mit den Frauen aus den 26 Ortschaften eine Tagesfahrt zur Kleiderfabrik nach Rietberg in Verbindung mit einem Besuch des größten Open-Air-Bibelmuseums Deutschlands und einer ehemaligen Kirche in Bielefeld, die im Innern zu einem Restaurant mit dem Namen „Glück und Seligkeit“ umgestaltet wurde. Die Konferenz endete mit einem geistlichen Impuls durch die geistliche Begleiterin Annette Hilmes.
