Die Sögeler kfd-Frauen überreichten eine Spende für die BeLu-Uganda-Hilfe, von links nach rechts: Monika Eveld, Renate Hermühlen, Thea Lange, Petra Wind, Gertrud Janssen, Bernd Rickermann, Ludwig Wilkens, Maria Büter und Marion Graf
Frauengemeinschaft Sögel spendet für die BeLu-Uganda-Hilfe
Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks konnte die diesjährige Generalversammlung der kfd Sögel nach längerer Corona-Zwangspause wieder im Clemenswerther Hof stattfinden.
Gertrud Janssen vom Leitungsteam begrüßte die gut 90 Teilnehmerinnen und teilte mit, dass die seit Oktober im Pfarrverbund um Sögel als pastorale Koordinatorin wirkende Maria Thünemann sich bereit erklärt habe, künftig die geistliche Begleitung in der Frauengemeinschaft Sögel zu übernehmen. Zudem wurden Maria Büter und Gertrud Janssen nach zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Leitungsteam der kfd Sögel von Marion Graf mit herzlichen Dankesworten verabschiedet. Ebenso Petra Wind, die dem Leitungsteam vier Jahre angehörte. Da noch keine Nachfolgerinnen gefunden werden konnten, erklärte sich Thea Lange bereit, als Beisitzerin das verbleibende Leitungsteam um Monika Eveld, Marion Graf und Renate Hermühlen zu unterstützen.
Während der Versammlung stellte Bernd Rickermann, der gemeinsam mit Ludwig Wilkens 2014 den Verein BeLu-Uganda-Hilfe e.V. gegründet hatte, sehr anschaulich und informativ die Arbeit des Vereins vor. „Bei meinem ersten Besuch in Uganda in 2010, bei dem ich ein Brunnenbauprojekt des Wasserverbandes Hümmling dokumentiert habe, sah ich zum ersten Mal richtiges Elend. Es gab in dem afrikanischen Ort Kabango weder Strom noch Wasser für 2400 Kinder. Das hat etwas mit mir gemacht, und gemeinsam mit Ludwig Wilkens aus Lorup bin ich im selben Jahr noch einmal nach Afrika gereist“, teilte er weiter mit. Die Schulen, Krankenstationen oder Toiletten seien völlig kaputt und marode gewesen. Diese erbärmlichen Zustände hätten ihn und Ludwig Wilkens zutiefst erschüttert und dazu bewegt, den Verein BeLu-Ugandahilfe e.V. zu gründen.
In den letzten Jahren hätten sie mit Partnern aus Deutschland und Uganda neue Schulgebäude, ein Heilcenter mit einer Fotovoltaik-Anlage zur Kühlung von Medikamenten und ein Brunnensystem zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung gebaut. „Die Kindersterblichkeit ist inzwischen um 70 Prozent zurückgegangen“, betonte Rickermann. Ebenfalls seien Nähstuben für junge Mädchen mit Nähmaschinen aus Deutschland eingerichtet worden, und mit weiteren spendenfinanzierten Bauten, wie einer Ausbildungswerkstatt, solle den Jugendlichen das Erlernen verschiedener Handwerksberufe ermöglicht werden, teilte Rickermann weiter mit und fügte hinzu „Das erste Gebot der Unterstützung lautet nämlich: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die anschließende Dosensammlung ergab einen Betrag in Höhe von 515,00 €, der auf das Konto der BeLu-Uganda-Hilfe überwiesen wurde.
