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KFD Diözesanverband Osnabrück

In diesem Jahr hat das Aschermittwochsteam um Annette Hilmes und Monika Jansen alle Frauen wegen der noch anhaltenden Corona-Pandemie nicht, wie sonst üblich, nach Ahmsen eingeladen, sondern in die St. Nikolaus-Kirche in Herzlake sowie in die St. Martinus-Kirche in Lahn.


Zum Thema „Das ABC des Haltens“ gab es besinnliche Texte und Lieder, die von Hildegard Niehaus-Scherpenberg auf der Gitarre begleitet wurden, sowie die Ausarbeitung des Bibeltextes nach Johannes 20, 11-18. Zum Alphabet rund um das Wort „HALT“ gibt es laut Aschermittwochteam viele Begriffe, die oft in verschiedenen Zusammenhängen unserer Sprache vorkommen. Wie zum Beispiel A wie Anhalten im Alltag, D wie Durchhalten in Krisenzeiten, N wie Nachhaltigkeit oder S wie Standhalten bei Frauenfragen in der Kirche. Annette Hilmes regte an, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Was oder wer hält mich? Was muss ich aushalten? Wie kann ich durchhalten? Dazu gab es für die Frauen ein Begleitbuch durch die Fastenzeit mit folgenden Begriffen: Vom An-HALTen, vom Durch-HALTen, Nach-HALTigkeit, vom Nicht-fest-HALTen, vom Sich-FestHALTen oder vom StandHALTen. Es wurde vorgeschlagen, zu diesen Wörtern während der Fastenzeit ganz persönliche Eintragungen vorzunehmen. Der Aschermittwoch sei die Vorbereitung auf Ostern. „Wir sitzen alle in einem Zug nach Ostern“, hieß es weiter mit der sich dann anknüpfenden Frage: „Wie sieht mein Weg nach Ostern aus?“


Zwischendurch wurden den Frauen heiße Getränke und kleine Snacks gereicht mit der Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch. Danach beschäftigten sie sich mit dem Buchstaben N im ABC des Haltens, „der für NachHALTigkeit steht, zum Beispiel bei Kleidern, Handies und Kühlschränken“, so Monika Jansen, die dazu den Bericht eines 16jährigen Mädchens aus Bangladesch über dessen harten Arbeitstag in einer Jeansfabrik vorlas. Parallel dazu gab es eine Bildbetrachtung über den Fabrikbrand in Bangladesch von 2013 mit dem Titel „Jeansproduktion“. Durch die vielen Chemikalien bei der Produktion würden viele junge Menschen an Lungenerkrankungen sterben, so Jansen. Zum Wort „Nicht-FestHALTen“ schlug das Aschermittwochsteam den Frauen vor, einmal darüber nachzudenken und abzuwägen, welche Dinge in ihrem Leben, an denen sie festhalten würden, es nicht wert seien, daran festzuhalten. Die Frauen schrieben die Dinge, die sie loslassen möchten, auf ein Blatt Papier, das sie danach in einen Feuerkorb vor der Kirche verbrennen konnten.


Die Veranstaltung endete mit einem Wortgottesdienst und anschließender Austeilung eines Aschekreuzes in Form eines kleinen mit Asche bestäubten Holzkreuzes, das die Frauen mit nach Hause nehmen konnten.


Text: Gisela Arling

Fotos: Renate Hermühlen