Mutmachpreis an starke Frauen - auch aus dem Diözesanverband! Die Marianne Dirks Stiftung zeichnet Projekte von kfd-Gruppen aus

Wie gelingt es heute, Frauen miteinander zu vernetzen, Gemeinschaft zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen? Antworten auf diese Fragen gaben engagierte Frauengruppen bei der Preisverleihung des Mutmachpreises der Marianne Dirks Stiftung am Wochenende in Mainz. Die Stiftung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. hatte kfd Gruppen aus ganz Deutschland eingeladen, unter dem Motto „Kraft schöpfen. Mut machen.“ ihre Ideen einzureichen.
Die Jury hatte es nicht leicht, sich bei der Vielzahl an Einreichungen auf die ersten drei Gewinnergruppen festzulegen. „Die Bewerbungen haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig Frauen heute Gemeinschaft gestalten, Verantwortung übernehmen und andere ermutigen, selbst aktiv zu werden“, betonte die Jury. Das Ergebnis von Mama Café, Organisationsmodell, Trommel-Auftritten und Poetry-Slams zeigt die Vielfalt an Ideen, um andere Frauen zu inspirieren und den Verband zu stärken.
Den ersten Platz belegte die kfd-Gruppe St. Dionysius aus Havixbeck mit ihrem Projekt „Mama Café“. Mit einem regelmäßigen Treffpunkt für junge Mütter und ihre Kinder hat die Gruppe ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen, das Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglicht. Bewusst findet das Angebot nicht im Pfarrheim, sondern in einem inklusiven Ladenlokal statt. Die Jury würdigte insbesondere die nachhaltige Ausrichtung des Projekts, die gezielte Ansprache junger Mütter sowie die erfolgreiche Vernetzung und Mitgliedergewinnung.
Die kfd-Gruppe St. Antonius aus Geeste erreichte mit ihrem Projekt „kfd … einmal anders gedacht“ den zweiten Platz. Die kfd-Frauen entwickelte ein neues Organisationsmodell, nachdem sich kein neuer Vorstand finden ließ. Durch die Verteilung von Verantwortung auf mehrere Teams, neue Beteiligungsmöglichkeiten und eine zeitgemäße Kommunikation gelang es, die Zukunft der kfd-Gruppe zu sichern und neue Frauen für ein Engagement zu gewinnen.
Über den dritten Preis durfte sich die kfd-Gruppe St. Konrad in Mannheim freuen. Die „Trommelmädels talita kum“ stehen seit mehreren Jahren für kreative und öffentlichkeitswirksame Frauenarbeit. Mit ihren Auftritten machen sie Frauen sichtbar, stärken Gemeinschaft und bringen neue Menschen mit der kfd in Kontakt.
Darüber hinaus vergab die Marianne Dirks Stiftung erstmals einen Sonderpreis. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Poetry Slam – setzt Zeichen für Menschenwürde, Solidarität und Demokratie“ der kfd Gruppen St. Antonius Baccum, St. Josef Laxten sowie St. Marien in Brögbern/Damaschke. Das Projekt erreichte mit rund 900 Besucherinnen und Besuchern eine außergewöhnliche öffentliche Resonanz und setzte ein starkes Zeichen für Demokratie, Solidarität und Menschenwürde.
Obwohl das Projekt aufgrund seines einmaligen Charakters nicht in allen Punkten den Kriterien des Mutmachpreises entsprach, entschloss sich die Marianne Dirks Stiftung, dieses besondere Engagement mit einem Sonderpreis zu würdigen.
Die ausgezeichneten Projekte stehen beispielhaft für die Vielfalt des Engagements in der kfd: von niedrigschwelligen Begegnungsangeboten über neue Organisationsformen bis hin zu kreativen und öffentlichkeitswirksamen Initiativen. Sie machen deutlich, wie Frauen vor Ort Gemeinschaft stärken und Zukunft gestalten.
Mainz/Düsseldorf, 10. Juni 2026.
