Mit 9 Frauen starten wir am ersten Herbsttag des Jahres vor dem Dom in Osnabrück zu unserem Pilgerweg durch die Stadt.
Im Kreuzgang des Domes hören wir auf den Sonnengesang des Franz von Assisi und besuchen danach 5 Orte, die für Abfallvermeidung,
und für faire und nachhaltige Produktion und Arbeitsbedingungen bei uns und weltweit stehen.
Im „unverpackt-tara“ begegnen wir einer Geschäftsführerin mit starker Ausstrahlung, die uns die Idee und Geschäftsphilosophie erläutert.
Der Laden wirkt einladend und macht neugierig. Nicht weit entfernt liegt unser nächste Haltepunkt,
das Aktionszentrum 3.Welt, das es schon seit 1982 in Osnabrück gibt.
Der Bildungsreferent erläutert Idee und Auftrag des Fairen Handels, das Ladenkonzept und den Bildungsauftrag.
Viele kennen das Aktionszentrum, der Besuch ist eine gute Motivation, wieder häufiger dort einzukaufen.
Im Laden „Contigo“, Fairtrade Shop werden wir freudig begrüßt, das Geschäft wurde gerade neu in Osnabrück eröffnet und die
Mitarbeiterin erzählt begeistert vom Sortiment, das überwiegend aus Kunstgewerbe und Kaffee besteht.
Zu allen Produzent*innen besteht ein persönlicher Kontakt. Es wird nur einmal wöchentlich Ware geliefert, um auch auf diese Weise die Umwelt zu schonen.
Der Laden 34/19 bietet Mode, die sowohl gut aussieht als auch nachhaltig, fair und ökologisch einwandfrei ist, so der Werbeslogan.
Auch hier eine angenehme, ruhige Atmosphäre im Laden und begeisterte junge Frau, die es schätzt, nicht Verkaufsgespräche führen zu müssen.
Nicht fast-fashion, sondern nachhaltig ist, möglichst Kleidung in guter Qualität zu kaufen und diese lange zu tragen.
Im „Ökolädchen“ erfahren wir von der Gründerin, dass es Freude macht gute Produkte anzubieten und die Produktpalette aufgrund von Nachfragen zu erweitern.
Auch hier besteht ein enger Kontakt zu den Produzent*innen, die teilweise aus der Umgebung kommen.
Mit viel positiver Energie machen wir uns zu Fuß und mit dem Fahrrad auf zum Schrebergarten einer Teilnehmerin,
ein kfd-Schal weist uns den Weg in den richtigen Garten. Dort werden Bohnen, Tomaten, Kräuter und die Blumenpracht bewundert.
Bei Tee, Baguette und Kräuterquark lassen wir den Pilgerweg ausklingen und jede von uns überlegt, welche Ressource sie in Zukunft schonen möchte.
Mit einem Gebet zur Schöpfung schließen wir den Pilgerweg ab.
Helene Dieckmann-Hoffmann, kfd-Region Osnabrück, 24.09.2020
