Am 11. September war es soweit: Endlich wieder eine kulturelle Veranstaltung.
Die kfd hat zu einer szenischen Lesung in das Lingener Theater an der Wilhelmshöhe eingeladen.
Trotz aller Widrigkeiten in Coronazeiten haben es die Organisator*innen (kfd Diözesanverband Osnabrück e.V. und Katholische Erwachsenenbildung Emsland Süd e.V.) geschafft, diese „Femmage“ an Hedwig Dohm durchzuführen.
Doch welch eine Überraschung: das Trio war zum Duo geschrumpft. Trotz der allgemeinen Skepsis haben uns Gerd Buurmann und Nikola Müller sehr unterhaltsame und informative Stunden beschert. In einer Mischung aus Lesung, Vortrag und feministischem Kabarett wurden die 90 Gäste mit dem Leben und Wirken von Hedwig Dohm bekannt gemacht.
Hedwig Dohm, geboren am 20. September 1831 in Berlin, war Schriftstellerin und Vordenkerin der Frauenrechtsbewegung in Deutschland. Sie forderte schon 1873 als Erste in Deutschland das Wahlrecht für Frauen und die vollständige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Heute ist sie vielfach in Vergessenheit geraten. Wir fragen uns: warum?
Diese wunderbaren witzigen und ironischen Texte haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Um mit einem Anliegen der beiden Akteure zu schließen: „Es wäre schön, wenn es demnächst auch in Lingen eine ‚Hedwig-Dohm-Straße‘ gibt.“
(Bericht: Maria Veldboer)
