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KFD Diözesanverband Osnabrück

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 19 Prozent in Deutschland beträgt. Als Gender Pay Gap oder geschlechtsspezifische Lohnlücke wird die prozentuale Differenz zwischen Männer- und Frauenlohn im Verhältnis zum Männerlohn bezeichnet. 

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl nur sehr langsam verringert. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 69 Tage, vom 1. Januar bis zum 10. März 2021, umsonst. Damit verschiebt sich der Equal Pay Day vom bisher festgelegten 14. März 2021 (entsprach 20 Prozent Gehaltsunterschied) um vier Tage nach vorne.

Die 19 Prozent weniger Gehalt beziehen sich auf alle Berufe. Hier wird also das Einkommen einer Krankenschwester mit dem eines Top-Managers verglichen.

Aber: Innerhalb desselben Berufes liegt der Gender Pay Gap immer noch bei 6 %!

Jahresprogramm 2026-2027 der Kfd

Die Veranstaltungen unseres kfd-Diözesanverbands finden Sie hier auf dem Flyer. Gerne können Sie ihn hier herunterladen und verteilen. Besten Dank!


Gruppe von Menschen bei Weinprobe an langen Tischen versammelt.

Am Dienstag, 11. August, hatte die kath. Frauengemeinschaft (kfd) Lage-Rieste eingeladen zu einer Austauschrunde über die aktuelle politische Stimmungslage im Land. Auslöser waren und sind die populistischen Parolen rechtsextremistischer Mitglieder der AfD.


Über 30 Frauen aus Rieste, Merzen, Bersenbrück, Bramsche, Quakenbrück, Osnabrück und sogar Handrup tauschten sich in Gruppenarbeiten über Programminhalte und Aussagen der Partei aus. Dabei ging es vor allem darum, die eigenen unguten Gefühle in Worte zu fassen und zu ergründen, welche Themen bei den Frauen auf schärfste Ablehnung stoßen. Die Teilnehmerinnen waren bestens informiert, sowohl durch Presse und Social Media, aber vor allem auch durch die Wahl- und Grundsatzprogramme der AfD.


„Zu viele Schlagworte, Verbreitung von Lügen, Missachtung der Frauenrechte und der Gleichberechtigung, Rassismus, Menschenrechtsverletzung, Einschränkung der Bildungsfreiheit, Abkehr von der EU und ein Zurück in die Vergangenheit“, das waren die Stichpunkte auf den beschriebenen Bögen der Gruppenarbeitstische Die Frauen waren sich auch einig, dass gerade christliche Religionsgemeinschaften eindeutig Stellung beziehen sollten zu den Aussagen der AfD. Erfreulicherweise hätten einiger Kirchenvertreter in den öffentlichen Medien sich klar gegen die AfD ausgesprochen. Auch die Bundesverbände der kath. Frauengemeinschaft (kfd) und des Kolping haben schon lange Unvereinbarkeitsbeschlüsse gefasst, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in deren Verbänden und der AfD ist unvereinbar. Beide Verbände haben Orientierungshilfen und Handreichungen veröffentlicht, die auch den Teilnehmerinnen in Rieste vorgestellt wurden.


Die Frauen hatten zahlreiche Ideen für zukünftige Aktionen, um möglichst vielen Menschen zu zeigen, welche negativen Auswirkungen sie selbst erfahren würden, wenn sie aus purer Unwissenheit und Frust über die jetzige Regierung einer extrem rechten Partei ihre Zustimmung geben. „Reden am Küchentisch und auf der Straße, auf Parolen reagieren und die Ängste der Menschen ernst nehmen“, war eine der Schlussaussagen auf diesem intensiven und wichtigen Treffen der kfd Lage-Rieste.