Tag der Diakonin in Lathen - Wahn

Auf Initiative von kfd-Dekanatssprecherin Helene Griesen gab es auch in diesem Jahr zum ´Tag der Diakonin' für das Dekanat Emsland Nord mit den Regionen Aschendorf und Hümmling eine Wortgottesdienstfeier in der St. Antonius-Kirche in Lathen-Wahn. „Die Einführung des Diakonats der Frau ist ein gemeinsames Anliegen der kfd, dem Katholischen Deutschen Frauenbund, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem Netzwerk Diakonat der Frau und findet nun seit 10 Jahren bundesweit am 29. April

zum Gedächtnis der Heiligen Katharina von Siena statt", erklärte Griesen bei ihrer Begrüßung. Zum Thema „Handeln – Diakonische Verantwortung vor Ort" sagte sie, dass Frauen in der Kirchengemeinde die meiste caritative diakonische Arbeit leisten würden. Die Kirche habe einen diakonischen Auftrag, der sich vom Handeln Jesu Christi herleite. „Frauen in unserer Kirche sehen hin und handeln", so Griesen und ließ drei Frauen von ihren Diensten vor Ort an Mitmenschen berichten. "Wir sorgen für eine gute Gemeinschaft u.a. durch unsere Kranken, -und Geburtstagsbesuche, Gottesdienste, Ausflüge und Feste. Den Flüchtlingen helfen wir beim Erlernen der deutschen Sprache und bei Einkäufen und Behördengängen", erwähnten sie. Helene Griesen erinnerte passend zum Thema an das Heilige Jahr der Barmherzigkeit und verlas zum Schluss noch ein Zitat von Ingrid Heiser: "Wo Frauen den Spuren Jesu folgen, da kommen sie ihrem Selbst auf die Spur". Im Anschluss an den Gottesdienst waren die über 50 interessierten Frauen im Pfarrheim zu einem kleinen Imbiss eingeladen, wo sie zudem in den Genuss des interessanten und lebendigen Vortrages der Diözesanreferentin der Frauenseelsorge im Bistum Osnabrück und Lehrbeauftragten an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster, Frau Dr. Martina Kreidler-Kos, kamen. Zum Thema „Die Heilige Klara von Assisi - Schattenfrau und Lichtgestalt" – führte sie die Frauen mittels einer Bilderpräsentation in die Lebenswelt der Heiligen Klara von Assisi (1194 – 1253) ein und erläuterte dabei sowohl historische als auch theologische Hintergründe. Ferner berichtete sie von ihren Forschungsergebnissen zu Klara von Assisi und zeigte Bilder von wichtigen Orten in Assisi. Sie erläuterte die Grundidee des franziskanischen Ordens:" Sich vor Gott arm machen, weil er sich für uns arm gemacht hat". Die junge Adelstochter Klara habe in der Nacht vom Palmsonntag am 18./19. März 1212 das vornehme Haus ihrer Eltern heimlich verlassen, um in den Bettelorden des heiligen Franziskus einzutreten. „Klara wollte, ähnlich wie Franziskus, ´arm den armen Christus umarmen´ und ist die erste Gründerin eines eigenen Ordens für Frauen gewesen, der seine päpstliche Anerkennung noch auf ihrem Sterbebett fand und als Klarissinnenorden noch heute besteht", erklärte sie. Mit ihrem anschaulichen und verständlichen Vortrag gelang es der Referentin, eine Verbindung der Klara als große Heilige und Vorbild zu der Lebensgestaltung der heutigen Frauen herzustellen. Die Frauen zeigten sich beeindruckt von den Lebensstationen der Heiligen Klara und stellten diesbezüglich viele Fragen, auf die Frau Dr. Kreidler-Kos verständlich und locker einging. ´Ein und derselbe Geist hat Schwestern und Brüder bewegt´, ein Zitat von Franz von Assisi, sollte in der heutigen Zeit noch mehr Beachtung finden, meinte die Referentin, da es nach wie vor ein und derselbe Geist sei, der Männer und Frauen interessiert. Abschließend sagte sie, dass alle Menschen in der heutigen Zeit von Klaras Geschichten zum Thema Dankbarkeit lernen könnten und zitierte daraus: "Auch wenn ich nichts habe, auch wenn mir nichts gelingt, auch wenn es dem Ende entgegengeht, ich bin geschaffen und geliebt – ich weiß mich ganz verdankt". Mit lang anhaltendem Beifall bedankten sich die Frauen bei der Referentin für den überaus interessanten und eindrucksvollen Vortrag. Text u. Fotos: Gisela Arling

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