Andrea Schwarz begeisterte

auf der kfd-Regionalkonferenz in Lorup
Die Regionalkonferenz des Dekanats Emsland-Nord der Region Hümmling in Lorup begann mit einem IMG 1670 Loru 1geistlichen Impuls des Vorstandsteams der kfd Lorup zum Thema „Wenn es dunkel ist in unserem Leben".
Vorsitzende Annette Hilmes begrüßte die Frauen aus den 26 Gemeinden des Dekanats in Krulls Hus und verwies auf einige Termine in der Jahresplanung 2016, wie z.B. dem Weltgebetstag und die Frauenkundgebung in Ahmsen mit der Aufführung „Die Dornenvögel". Dekanatssprecherin Helene Griesen erinnerte an die Zukunftsgespräche für ehrenamtlich Engagierte am 25. Januar 2016 in Sögel. Des Weiteren lud sie zur Teilnahme am 100. Deutschen Katholikentag, der vom 25.-29. Mai 2016 in Leipzig stattfindet, ein.

Annette Hilmes bat ferner um Wahlvorschläge für die Neuwahlen 2016 im Regionalvorstand . Der Posten der 1. Vorsitzenden und einer Beisitzerin müssten neu besetzt werden, erklärte sie. Ebenfalls fehle durch den Tod von Pater Gödt eine geistliche Begleitung. Christa Geerswilken vom Wahlausschuss berichtete derweil über das bisherige Bemühen um die Kandidatengewinnung.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand der professionelle Auftritt und Vortrag der Bestsellerautorin und pastoralen Mitarbeiterin im Bistum Osnabrück Andrea Schwarz. Zum Thema „ Advent ist eigentlich ganz anders" las sie kurze Textpassagen aus ihren Büchern, die als Begleiter zur Advents- und Weihnachtszeit das Eigentliche von Weihnachten wieder neu entdecken lassen. Sie nahm die Zuhörerinnen mit, eine Idee zu entwickeln, wie man in diesem Jahr den Advent einmal anders gestalten könnte. Zwischendurch machte sie anhand vieler Beispiele aus dem wahren Leben deutlich, dass weder der Mensch noch der Weihnachtsbaum perfekt sein müssen. „Gerade an Weihnachten hören wir doch die große Botschaft, dass wir nicht perfekt sein müssen. Gott kommt in unseren Stall zur Welt. Er kommt zu uns, auch wenn wir nicht perfekt sind", sagte Schwarz und fügte hinzu: „Advent, das ist die Zeit, in der etwas in mir heranwachsen kann, etwas, was wirklich wichtig ist, etwas, was wirklich zählt." Und sie legte den Frauen ans Herz, statt des vorweihnachtlichen Hausputzes sich einfach mal eine halbe Stunde in die Küche zu setzen, eine Kerze anzünden und in die Stille zu lauschen oder mit Freunden einen Tee zu trinken.
Mit ihren zeitnahen und kritischen Geschichten machte sie einmal mehr als deutlich, dass es die Grundidee Advent bei vielen Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr gebe, statt dessen seien die Kalender überfüllt mit Terminen für Weihnachtsfeiern und Einkaufvorhaben. Die Städte seien in der Adventszeit schon so hell erleuchtet, „dass kein Stern die Chance hat, uns den Weg zu zeigen", sagte sie. Die Grundidee Advent werde durch frühzeitiges Erleuchten von Weihnachtsbäumen zerstört. Dabei solle Advent doch helfen, Weihnachten wirklich erleben zu können. Sie würde Weihnachten noch nicht im Advent feiern wollen, erklärte Schwarz weiter und machte zudem deutlich: " Advent heißt eben gerade nicht, dass alles nur licht und hell und schön ist. Advent, das ist zugleich die Chance, sich im Dunkel, im Schweigen, in der Einsamkeit berühren zu lassen von dem ganz anderen. Und Weihnachten ist erst am 25. Dezember. Geburtstage feiern wir nach, aber nicht vor!".
Auf die Frage, was man ändern könne, gab sie den einfachen Tipp: Nicht über die eigenen Möglichkeiten zu leben, nicht immer das tun, was andere tun, sich wieder auf die Grundidee Advent zu besinnen und erst eine Kerze am Kranz anzünden, dann die zweite.... Und dann erst den Baum. Man müsse sich im Klaren sein, was Weihnachten für einen selbst bedeute, und wie man sich darauf vorbereiten möchte. Wichtig sei, dass die Hoffnung zur Welt kommt und man das Geheimnis der Heiligen Nacht versteht. „Ich komme als Hirte und gehe als König. Aber ich kam als König und gehe als Hirte".
Zur abschließenden Frage: 'Und welche Gaben bringen wir dem Jesu-Kind zur Krippe ´, gab sie zu verstehen: „Es müssen nicht nur Kostbarkeiten sein, das kann auch die Kostbarkeit meiner Tränen sein. Wir müssen es ihm nur geben".
Die Zuhörerinnen, die sich in den zeitnahen, kritischen und tiefgründigen Geschichten mit christlichem Hintergrund oft wiederfinden konnten, nahmen viele Denkanstöße mit nach Hause und bedankten sich bei Andrea Schwarz mit lang anhaltendem Beifall.
Andrea Schwarz hat über 50 Bücher geschrieben und zählt zu den meistgelesenen christlichen Schriftstellern unserer Zeit. Sie ist pastorale Mitarbeiterin im Bistum Osnabrück und wohnt in Steinbild im Emsland.
Annette Hilmes bedankte sich bei Andrea Schwarz für den gelungenen Vortrag und beim kfd Vorstand Lorup für die Unterstützung und tolle Bewirtung. Die Versammlung endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Manchmal brauchst du einen Engel".
Gisela Arling

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