Mit Unterschriftenaktion wollen Frauen sich Zugang zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche veschaffen

Kfd-Regionalkonferenz tagte in Lähden

Die Regionalkonferenz der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd )der Region Hümmling des Dekanates Emsland-Nord tagte in Lähden. Nach einem einleitenden geistlichen Impuls der Vorstandsfrauen der kfd-Lähden begrüßte Vorsitzende Marlies Etmann die Vorstände aus den 26 zugehörigen kfd Gemeinschaften sowie Dekanatssprecherin Leni Schmits.

Diese gab aktuelle Informationen von der letzten kfd-Diözesankonferenz des Bistums Osnabrück und teilte mit, dass sich laut kfd-Bundesvorstandsmitglied Monika Mertens die Mitgliederzahl in der kfd Deutschland in den letzten zehn Jahren um ein Drittel verringert und auf 450 000 gesunken sei. Schmits appellierte an die anwesenden Frauen, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken, sondern sich direkt beim Dekanatsvorstand und Diözesanverband entsprechende Hilfe zu holen, wenn in den Vorständen Probleme, zum Beispiel bei der Nachwuchsgewinnung oder bei der Aufgabenverteilung innerhalb des Leitungsteams auftauchten. „Es wäre traurig, wenn die alte Tradition in den Ortschaften wegbrechen würde“, sagte Schmits. Außerdem verwies sie auf die Aktion „Equal Pay Day“, die im März 2020 in Spelle stattfindet. „Frauen verdienen immer noch 21% weniger als Männer, obwohl sie in gleichen Positionen beschäftigt sind. Im Emsland sind es sogar 31 Prozent“. Etmann machte derweil auf die Unterschriftenaktion zum Thema „Ja zur geschlechtergerechten Kirche“ aufmerksam, die folgende Forderungen beinhaltet: “Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Führungsaufgaben übernehmen können und mit ihren Berufungen ernst genommen werden. Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Zugang zu allen Diensten und Ämtern haben und endlich zu 50% an allen Entscheidungen beteiligt sind“. Sie bat die Frauen mit der Verteilung der Unterschriftenlisten in den einzelnen Gemeinden um Unterstützung. Bis zum 31. Dezember 2019 müssten die Listen beim Regionalvorstand abgegeben sein, um sie dann an die Deutsche Bischofskonferenz weiter zu leiten.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand ein Vortrag zum Thema „Mit Schüßler-Salzen – vital und entspannt“ – mit Heilpraktikerin Annette Hilmes aus Holte-Lastrup. „Schüßler-Salze wurden von dem Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler, 1821-1898, erstmals 1974 der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch im Zeitalter der modernen Medizin dienen sie heute als Hilfe zur Selbsthilfe und als Zusatz in der Begleitung von Therapien“, erklärte Hilmes, die bei der sich anschließenden Fragerunde unter anderem ausführlich auf die richtige Anwendung der verschiedenen Salze bei den unterschiedlichen Beschwerden einging. Etmann bedankte sich bei Hilmes für den interessanten Gesundheitsvortrag und bei den Lähdener kfd-Frauen für die Ausrichtung der Konferenz. Mit dem meditativen Text „Das Leben“, der von Annette Hilmes in ihrer Funktion als geistliche Begleitung vorgetragen wurde, fand die Konferenz ihren Ausklang.

Gisela Arling

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