Zukunft - nachhaltig und gerecht

Schulungstag17Schulungstag für die Regionen

Es ist nicht genug zu wissen -
man muss auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen –
man muss auch tun.
(J.W.v.Goethe)

Der Diözesanverband der kfd lud zu einer Tagesveranstaltung in das Exerzitienhaus in Schwagstorf ein. Der Referent Herr Frank Herrmann hielt zunächst ein Impulsreferat zu „Was ist denn fair?“ Anhand verschiedener Fair-Siegel machte er die Problematik deutlich, wie man überhaupt sicher sein kann, faire Produkte zu erwerben. Das beste Siegel ist Fair und Bio. Es bedarf genauen Hinsehens und Nachfragens, was ich da kaufe. Indem ich mich mit dem Thema beschäftige, habe ich den ersten Schritt zur Veränderung getan. Die Ressourcen der Erde sind nicht unbegrenzt.

Wir in den Ländern des Nordens verbrauchen auf Kosten der Menschen des Südens ungleich mehr. Das führt zu Ungerechtigkeiten, Umweltzerstörungen, Ausbeutungen und weiteren Problemen. Schritte zu Veränderungen sind nötig. Was können wir als Frauengemeinschaft aber auch als einzelne tun? Dazu dienten die Workshops am Nachmittag.
Drei Themenfelder wurden vertieft: Fairer Handel am Beispiel von Kakao. Mikroplastik in Kosmetika und Lebensmittelverschwendung.
Die Frage „Was ist eigentlich fair?“ wurde am Beispiel des Rohstoffs Kakao in der Schokolade beantwortet.Helene Dieckmann – Hoffmann und Marianne Veer hatten zu diesem Thema sehr anschaulich das „Schokoladenspiel“ vorbereitet. Dabei galt es, 72 Schokoladenstücke einer herkömmlichen und 72 Stücke einer fair gehandelten Schokolade zu verteilen. Deutlich wurde, dass der Kleinbauer 4mal so viel für sein Erzeugnis bei dem fairen Rohstoff erhält, bei der Schokoladenfirma stehen 29 Anteile zu 26 Anteile der fairen Schokolade gegenüber. Der Handel und Supermarkt bekommt 22 Anteile, der faire Handel 19. Einzelheiten dazu können unter www.regenwald-unterrichtsmaterial.oroverde.de abgerufen werden.
Mikroplastik in Kosmetika gelangt durch Abwasser zunehmend in Flüsse und Weltmeere. Da es nicht abbaubar ist, gelangt es über immer mehr Lebewesen wieder in die Nahrungskette zurück. Wie viele Kosmetika wie Duschgel, Zahnpasta und Körperpflegemittel diese Mikroplastik enthalten, zeigte Maria Niemann auf. Eine Checkliste zur Erkennung der gängigen Kunststoffe, die im Meer landen, wurde herumgereicht. Erschreckend viele Firmen arbeiten mit Mikroplastiken. Das Kleingedruckte auf den Produkten erkennt man meist nur mit einer Lupe (s.Foto). Unter der App „Toxfox“ kann man hormonelle Schadstoffe aufspüren. Kosmetik selbst herstellen wie z. B. ein Peeling aus Zucker und Öl ist eine von vielen alternativen Kosmetika. Naturkosmetik kann man natürlich auch kaufen. Aber warum nicht gemeinsam Rezepte dazu ausprobieren?
Nach dem Film „Essen im Eimer“ wurde intensiv über Lebensmittelverschwendung diskutiert. Erschreckend, was alles weggeworfen wird, obwohl das Nahrungsmittel noch verwertbar ist. Weitere Infos dazu gibt es unter www.zugutfuerdietonne.deAnne Minnichhat zum Thema eine Ideensammlung erstellt wie Probierabend mit aussortierten Lebensmitteln, Kochen in der „Resteküche“ oder Besuch bei einem Supermarkt.
Das o.g. Goethezitat passte gut zum Schulungstag. Viele Teilnehmerinnen haben neue Denkanstöße bekommen, die auch praxistauglich sind. Fangen wir mit Veränderung an.
Ursula Kemna

 

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