Das Schweigen der Kriegskinder

Di 17.10. | 19:30 Uhr - Vortrag und Gespräch, Mit: Dr. Christoph Hutter, im FORUM AM DOM

„Frag ja nicht!“, „Erzähl kein Sterbenswörtchen!“ – Diese oder ähnliche Sätze haben so manche Nachkriegsbiografie vom ersten Tag an geprägt. Das Bedürfnis zu fragen, zu reden und zu zeigen hat nur deshalb so eine Wucht, weil ihm ein ebenso wuchtiges Schweigen entgegengebracht wird, das über Jahrzehnte mit größter Macht aufrechterhalten wurde.

Der „Fluss des deutschen Schweigens“ ist aus dem Unvermögen entstanden, über das kaum zu Ertragende, das erlebt wurde, zu reden. Die Belastung des Familienlebens durch das Schweigen über das Geschehene habe Folgen bis in die Enkelgeneration: „Je hartnäckiger geschwiegen wird, umso eher wird etwas in die nächste Generation übertragen“, so Christoph Hutter. An diesem Vortragsabend sollen deshalb diese Fragen im Vordergrund stehen und näher erörtert werden:

• Mit welchem Erbe haben wir in den letzten Jahrzehnten, über 70 Jahre gelebt?
• Was haben wir erfahren und erlebt?
• Worüber wurde geschwiegen?
• Welches beschwiegene Erbe prägt bis heute unsere Familien?

Dr. Christoph Hutter studierte katholische Theologie und Pädagogik in Regensburg und Münster. Er absolvierte mehrjährige Ausbildungen zum Psychodramatiker (DFP) und zum Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberater (BAG). Nach seiner Mitarbeit in einer Osnabrücker Erziehungsberatungsstelle und der Verwaltung einer Professur für Soziale Arbeit in Vechta leitet er seit 2008 das Psychologische Beratungszentrum in Lingen (Ems). Er ist Ausbilder und Supervisor für Psychodrama und Familienberatung.

Veranstaltet wird der Abend von Pax Christi, Regionalverband Osnabrück-Hamburg, in Kooperation mit dem Forum Kriegskinder/Kriegsenkel des Kulturgeschichtlichen Museums/Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück und dem KFD-Diözesanverband Osnabrück. Der Eintritt ist frei.

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