"Ein Amt mit Zukunft - auch für Frauen"

Tag der Diakonin in Lathen-Wahn
Auf Initiative von kfd-Dekanatssprecherin Helene Griesen fand auch in diesem Jahr wieder in Lathen-Wahn der „Tag der Diakonin“ statt und stand unter dem Motto „Ein Amt mit Zukunft – auch für Frauen“. In dem Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche erklärte Griesen den zahlreich erschienenen Frauen, was es mit dieser Veranstaltung auf sich hat und sagte: „In mehrfacher Hinsicht ist der Tag der Diakon in diesem Jahr ein besonderer Tag.

Im letzten Jahr hat Papst Franziskus unmittelbar nach dem „Tag der Diakonin“ angekündigt, eine Kommission zur „Untersuchung des Diakonats von Frauen“ einzuberufen. Mittlerweile hat die paritätisch besetzte Kommission die Arbeit aufgenommen, und wir wollen für die Männer und Frauen dieser Gruppe um Gottes Geist beten. Auch feiern wir ein kleines Jubiläum, denn seit 20 Jahren wird in Deutschland am Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena der „Tag der Diakonin“ von vielen Gruppen begangen. Und jedes Jahr werden es mehr, die sich für die Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst in der Kirche einsetzen“. Die Frauen beteten für eine Gemeinschaft, durch die die Kirche erneuert werde, damit „Frauen und Männer gleichberechtigt zusammenwirken am Dienst an den Menschen“. Helene Griesen sagte: „Wir treten für eine Kirche ein, die Frauen durch die sakramentale Bestärkung in ihrem diakonischen Handeln bestätigt“.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Frauen zum Vortrag der Geistlichen Begleiterin der Diözese Osnabrück, Gisela Püttker , und kleinem Imbiss im Gemeindehaus eingeladen. Püttker brachte den Frauen anhand einer Bilderpräsentation zunächst das diakonische Leben und Wirken der Heiligen Katharina von Siena aus der damaligen Zeit näher. „Ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit pflegte sie Pestkranke. Sie hatte einen wachen Blick für alle Formen von Ungerechtigkeit in Kirche und Politik und mischte sich ein in die politischen Verhältnisse ihrer Zeit“, sagte sie und las einige Abschnitte aus einigen der unzähligen Briefe, die Katharina auch an den Papst geschrieben hatte, vor. Die Frauen waren erstaunt über den Mut dieser jungen Frau, die sich in der damaligen Zeit äußerst kritisch zu Kirche und Politik zu äußern wusste. Viel zu früh, im Alter von 33 Jahren, sei diese bemerkenswerte Frau, die ein paar Jahre später heilig gesprochen wurde, gestorben, hieß es weiter in dem Vortrag. Es folgte eine Diskussion über die Bedeutung des Wirkens der Heiligen Katharina von Siena für die gegenwärtigenBemühungen um das Amt der Diakonin. Püttker verlas am Schluss noch ein paar Zeilen aus dem Buch von Andreas Knapp mit dem Titel „Christ in der Gegenwart“, wo es u.a. heißt: „ Wenn eine Frau den Leib Christi salben konnte, warum sollten Frauen dann nicht zum Salbungsdienst befähigt sein? Wenn eine Frau die Füße Jesu küsste, warum sollten Frauen dann den Altar nicht küssen können?“
Helene Griesen bedankte sich bei Gisela Püttker für den interessanten Vortrag und bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Sie gab zudem Veränderungen in den Vorständen auf Dekanats-, und Diözesanebene bekannt. So habe die kfd des Dekanates Emsland mit Katharina Münster eine neue Vorsitzende begrüßen können und sich von deren Vorgängerin Maria Cloppenburg verabschiedet. Bei den Wahlen im Diözesanvorstand sei Ursula Kemna als Vorsitzende wiedergewählt worden; ebenfalls die Stellvertreterin Suzana Muthreich. Annette Hilmes sei neu in den Diözesanvorstand zur Stellvertreterin gewählt worden. Feierlich verabschiedet worden seien aus dem Vorstand Julia Reiering, Maria Niermann und Monika Mertens.
Text u. Foto: Gisela Arling

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