Für mich ist gesorgt

Petra Engeln vom SKFM informiert über Vorsorgemöglichkeiten auf kfd-Regionalkonferenz
Werlte. Im Mittelpunkt der Regionalkonferenz Emsland-Nord im Sixtus-Haus in Werlte stand ein Vortrag von Petra Engeln vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Papenburg zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – Für mich ist gesorgt -. Sie informierte über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten

und zeigte den insgesamt 48 Frauen aus den kfd-Ortsvorständen anhand von Beispielen auf, was wofür und warum wichtig ist und wie man durch rechtzeitige Vorsorge ein gerichtliches Betreuungsverfahren vermeiden kann. „Leider gibt es immer noch eine große Anzahl von Bürgern, die das Thema lieber verdrängen und bei denen es große Informationslücken gibt“, sagte Engeln. Bereits ein schwerer Unfall könnte ihren Worten zufolge eine Situation herbeiführen, in der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung eine wichtige Rolle bei der Beachtung der Wünsche des Betroffenen spielen könnten. „Mit einer Vorsorgevollmacht beauftragt der Vollmachtgeber eine Person seines Vertrauens stellvertretend für ihn zu handeln, falls er durch Krankheit, Unfall oder Alter nicht mehr in der Lage sein sollte, seine Angelegenheiten selbst zu regeln.“ erklärte sie. „Wozu brauche ich eine Vollmacht, ich habe doch eine Familie, die dann entscheiden kann?“, war eine der vielen Fragen, die im Laufe des Abends aufkamen. Ehepartner oder Kinder könnten nicht automatisch entscheiden, gab Engeln zu verstehen. „Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, wird eine gesetzliche Betreuung eingerichtet“. Eine Patientenvollmacht sollte immer in Verbindung mit einer Patientenverfügung stehen, erklärte Engeln weiter und ergänzte, dass eine Patientenverfügung sich nur auf den gesundheitlichen Bereich beziehe und die Entscheidungswünsche des Bevollmächtigten bei ärztlichen Maßnahmen beinhalte, „wobei es dann oft um lebensverlängernde Maßnahmen geht“. Die Referentin überreichte allen interessierten Frauen ein gängiges Formular einer Patientenverfügung, um die einzelnen Punkte detailliert zu besprechen und zu erklären. „Betreuungsvereine und Hausärzte beraten außerdem ausführlich darüber, was in einer Patientenverfügung festgehalten werden sollte, individuell, auf jeden persönlich zugeschnitten“, informierte Engeln. Sie plädierte dafür, sich unabhängig vom Alter mit dieser Materie auseinander-zusetzen. „Jeder ab 18 Jahren sollte sich darum kümmern und für sich eine Vorsorge treffen“.
Aktuelles aus dem Verband
Regionalvorstands-Vorsitzende Marlies Etmann lobte indes die Frauen für das großartige Engagement bei der Stifte-Sammel-Aktion „Stifte machen Mädchen schlau“, mit deren Erlös syrische Flüchtlingsmädchen im Libanon schulische Unterstützung erhalten. Zudem ermunterte Etmann die Frauen zur namentlichen Mitgliedererfassung per Computer und verwies diesbezüglich auf die Beschlussfassung der Diözesanversammlung 2018 und gab die vorgesehenen Schulungstermine bekannt. Dekanatssprecherin Leni Schmits lud derweil zur 90jährigen Jubiläumsfeier des kfd-Bundesverbandes am 6. Oktober 2018 nach Düsseldorf ein. Abschließend bedankte sich Etmann bei dem Werlter kfd-Leitungsteam für die Ausrichtung der Konferenz mit einem geistlichen Impuls zu Beginn. Zudem überreichte sieder Referentin Petra Engeln ein Buchpräsent als Dankeschön für den informativen Vortrag.
Gisela Arling

 

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