"Essen im Eimer"?

Projekt zum Thema Lebensmittelverschwendung
Nach langer, intensiver Vorbereitungszeit wurde am 28. April das Projekt „Lebensmittelverschwendung“ auf dem Holschenmarkt in Nordhorn durchgeführt. Der größte Feind für die geplante Veranstaltung, das Wetter, zeigte sich von der guten Seite, sodass diese Grundvoraussetzung stimmte. Der äußere „Auftritt“, ein Zelt vor dem „Kirchenschiff“, einer Begegnungsstätte der Augustinerkirche , ansehnlich ausgestattet mit informativen und attraktiven Angeboten, lockte viele Marktbesucher/innen an.

 Anne Minnich und Maria Niemann waren sich am Ende eines langen Aktionstages einig: „Das Projekt hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt und war ein Erfolg!“Auch die vielen Helfer/innen schlossen sich dieser Meinung an.
Um mit den MarktbesucherInnen ins Gespräch zu kommen, „lockten“ kfd Frauen mit appetitlichen Leckereien an den Stand. Mit Speck fängt man bekanntlich Mäuse. Sie boten selbst hergestellte Gemüsekuchen und Mixgetränke aus Obst und Gemüse an, das in den Supermärkten im Abfall gelandet wäre. Milchprodukte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten war, überraschten damit, dass sie nicht nur genießbar waren, sondern auch noch gut schmeckten. So überzeugten sich die Besucher über die oft sinnlose und gedankenlose Verschwendung von Lebensmitteln. „Probieren geht über studieren“, denn danach war die Teilnahme am Quiz fast selbstverständlich. Ein Quiz, um das eigene Wissen zum Thema zu prüfen und gleichzeitig eine Gewinnchance zu nutzen. Die von Transfair Deutschland gesponserten Gutscheine von 30,- 20,- und 15,-€ für einen Einkauf im Weltladen, und andere attraktive Trostpreise motivierten natürlich auch!
82 kg Lebensmittel werden in Deutschland pro Person im Jahr weggeworfen!
Wieso , weshalb, warum? Was hat das mit dem Hunger in der Welt zu tun? Betrifft es die Frauen in den sogenannten „Entwicklungsländern“ besonders? Diese und weitere Fragen mussten in einem Quiz des kfd Projektes beantwortet werden.
Auf Plakaten vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Slogan “Zu gut für die Tonne“, versteckten sich viele Antworten. Man musste schon sehr genau hinschauen und lesen. „Eben das wollen wir in Punkto Lebensmittel erreichen“; so der Hinweis der beiden Projektplanerinnen.
Ein Test am Computer rund um das Thema Lebensmittel, von guter Einkaufsplanung und Lagerung bis hin zu Verwendungsmöglichkeiten ohne Verluste, brachte vielen StandbesucherInnen überraschende Erkenntnisse, nicht zuletzt über eigene Wissenslücken.
105 Quizteilnehmer/innen wurden am Abend gezählt. Das bedeutet 105 intensive Beratungsgespräche. „Das ist ein messbarer Erfolg für uns“ meinen Anne Minnich und Maria Niemann. „Gerne hätten wir allerdings noch mehr interessierte junge Frauen und Männer am Stand gesehen.“ Das ist allerdings eine Herausforderung für viele Veranstaltungen, wie wir kfd Frauen aus Erfahrung kennen. Es gab aber durchaus sehr interessierte junge Familien und MarktbesucherInnen, die diese Aktion zur Lebensmittelverschwendung lobten.
Einige erschöpfte Marktbesucher folgten der Einladung, sich im angrenzenden Kirchenschiff den Film „ Essen im Eimer“ von Valentin Thun anzusehen. Sie wurden außerdem mit Häppchen und Getränken vom Stand verwöhnt.
Der Aktionstag wurde mit viel Arbeit und Einsatz von kfd Frauen (und deren Männern) möglich. Deshalb ist der Erfolg der Gemeinschaft zuzuschreiben. Die Aussage einiger Helferinnen:“ Wenn ihr noch mal so was macht, sind wir gerne wieder dabei“. Neben Engagement auch noch Spaß an der Arbeit. Was will man mehr? Deshalb hat sich das Projekt in jeder Hinsicht gelohnt.
Maria Niemann

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