Impuls im Oktober

Die Weidenkirche - An einem schönen Spätsommertag mache ich einen Spaziergang von Lorup nach Börger, meinem Geburtsort, vorbei an abgeernteten Getreidefeldern und Weiden. Ein frischer Wind weht um mein Gesicht. Entlang am größten Windpark des Emslandes , 14 riesige Windkraftanlagen , führt mein Weg. Letzten Sonntag wurde dieser Windpark eingeweiht. Es war ein großes Fest mitten in der Landschaft. Gemerkt habe ich mir aus den vielen Ansprachen den Leitsatz von Raiffeisen "Was einer nicht schafft, schaffen viele !" Denn genauso ist es bei uns in der Frauengemeinschaft. Ebenfalls behielt ich den Satz des Pfarrers: "Es soll nichts ohne Gottes Segen sein."

Energie aus der Natur ist eine wunderbare Sache . Alle Windräder drehen sie sich heute kräftig. Nach etwa 1 Stunde habe ich mein Ziel erreicht. Kurz vor dem Industriegebiet Börger ist die Weidenkirche schon ausgeschildert. "Herzlich willkommen an diesem besonderen Ort der Selbstreflexion und Gottesbegegnung" lese ich bei meiner Ankunft.

Das Andachtsgebäude aus einem Rohrgestell an einem markanten Wegkreuz zu errichten war im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion der Katholischen Landjugendbewegung erfolgt. An dem Rohrgestell wachsen seit längerem Weiden. Die 700 Quadratmeter große Fläche um die Weidenkirche wurde aufgesandet, eine Weltkugel zum Ablegen von sogenannten Sorgensteinen aufgestellt und der äußere Rand des Geländes mit Rhododendron bepflanzt.

Bänke aus Eichenholz wurden in Eigenarbeit gefertigt und hingestellt. Bischof Bode weihte die Weidenkirche und den Altarstein im Rahmen einer Firmreise am 5. Juli 2015 ein. Die Anfänge der Kirche gehen bis 2013 zurück als der Börgeraner Hermann Winterrring während eines Urlaubs im Altmühltal auf eine Weidenkirche traf. Er war so begeistert von der Ruhe, die diese Kirche ausstrahlte und konnte die Idee in Börger mit freiwilligen Helfern umsetzen  Alle waren sich dabei auch einig, "es ist etwas Gutes für den Hümmlinger Pilgerweg" der hier entlang führt.

Mittlerweile ist es ein beliebtes Ziel für Gruppen wie in dem dortigem Gästebuch zu lesen ist. Als mein Mann und ich im Sommer mit Jagdfreunden (echte Naturliebhaber) dort waren, hat der Älteste unserer Truppe spontan das Lied "Großer Gott wir loben dich "angestimmt und alle haben laut mitgesungen. Natürlich auch kfd Gruppen kommen, um kleine Andachten hier zu feiern.

Im Oktober haben wir den Rosenkranzmonat. Es bietet sich Gelegenheit zum Innehalten und Meditieren.

Ich schließe mit einem Zitat von dem katholischen Philosoph Romano Guardini " Der Rosenkranz ist kein Weg, sondern ein Raum, und er hat kein Ziel, sondern eine Tiefe, in ihm zu verweilen tut gut."

Leni Schmits. Dekanatssprecherin

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