Impuls im Januar

Wenn jemand ein „Unbeschriebenes Blatt“ ist, meint das jemanden, der (noch) nichts „auf dem Kerbholz“ hat. Bis vor kurzem war auch mein Kalender noch voller unbeschriebener Blätter.  Ausdruck für ein neues Jahr, das vor mir liegt. Noch ist nicht klar, was es bringen wird. Ein Gefühl von Freiheit, Spannung, Vorfreude – auch wenn natürlich in diesem Jahr so manch Schweres und Anstrengendes dabei sein wird.

Noch habe ich Möglichkeiten der Gestaltung – für meine Termine und für meinen Kalender. Ein Buch, das mich durch den Advent begleitet hat*, regt an, willkürlich Seiten aufzuschlagen und zu gestalten. Eine tolle Idee. Einfach irgendwo ein Foto einkleben von einem schönen Erlebnis oder einem lieben Menschen. Einen Witz hineinschreiben, ein tolles Zitat oder einen Bibelvers. Vielleicht auch ein leckeres Rezept. Es muss gar nicht viel oder oft sein. Aber so kann ich das Jahr schon jetzt mitgestalten. So kann ich mir selbst - ganz überraschend - eine Freude machen. Vielleicht finde ich die Überraschung gerade an einem Tag, an dem sie ganz besonders gut tut. Wer weiß …? Am Ende dieses Jahres werden viele Blätter beschrieben sein. Wir schauen zurück und erinnern uns an Schwieriges, an Feste, Termine, Begegnungen, Geburtstage … – und hoffentlich auch an kleine Überraschungen, die wir uns selbst geschenkt haben ...

 

Gisela Püttker

 

* Hanna Buiting: Vom Warten, Wundern und Wenigeristmehr, Neukirchen-Vluyn 2016

 

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