Impuls im Dezember

Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Bild:  Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

Advent – ein Leichtlein brennt. Erster Advent. Vor meinem Bürofenster der Weihnachtsmarkt und in der Frühstückspause unterhalten wir uns über die Adventsdekoration und wie wir zuhause den Weihnachtsbaum aussuchen, aufstellen und schmücken. Jede hat eine andere Geschichte zu erzählen über persönliche Bräuche und Besonderheiten, die vom selbstgemachten Weihnachtsbaumständer oder auch Ritualen in der Familie handeln.

Der Advent ist eine faszinierende Zeit mit den vielen Lichtern, die in der Dunkelheit und vor allem in den kalten und ungemütlichen Nächten Wärme und eine heimelige Atmosphäre verbreiten. Meine Weihnachtsgeschenke habe ich schon zu großen Teilen gekauft – andere möchte ich noch selber herstellen. Ich kann also ganz entspannt in den Dezember blicken. Das Jahr kann zu Ende gehen.

 

Aber: der Advent ist ja nicht der Abschluss, sondern der Anfang! Während wir im Büro und in den Geschäften auf das Jahresende zugehen, die Kassen abschließen wollen und eine Bilanz ziehen, sind wir im Kirchenjahr ganz am Anfang.

Weil Gott Mensch geworden ist und mit Jesus unser Leben geteilt hat (und auch heute immer noch teilt) feiern wir Weihnachten. Und im Advent erzählen wir uns die Hoffnungsgeschichten, die schon so alt sind, wie die Bibel, wie das Alte Testament.

Wir erzählen von der Hoffnung, dass Gott zu uns Menschen kommt, dass das Reich Gottes in unserer Welt Wirklichkeit wird. Und das Schöne daran ist, dass dieses ganz leise und abseits von den Palästen und Regierungsgebäuden der Welt geschieht: in einem Stall in Bethlehem. Kein machtvoller König, keine schlagkräftige Armee, kein Staat sind der Ursprung und das Ziel. Wenn wir am 25. Dezember die Weihnachtsgeschichte hören, dann wird uns zugerufen: „Fürchtet Euch nicht!“ und „Wir verkünden eine große Freude“ sowie „Friede den Menschen auf Erden“.

Wie wohltuend und verheißungsvoll in unserer Zeit!

Und so wünsche ich uns und allen Flüchtlingen und von Krieg und Gewalt bedrohten Menschen mit den Worten des Engels: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: … Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“.

Katrin Brinkmann

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