Impuls im Juli

„Bei ROT bleibe steh'n, bei GRÜN kannst du geh'n." Diese Regel lernt jedes Kind. Da irritiert das Bistums-Logo zum „Jahr des Aufatmens" doch ein wenig. Aber „irritieren" im guten Sinne möchte dieses „Jahr des Aufatmens". Im Logo ist eine rote Person zu sehen, die läuft. Das könnte uns signalisieren: Achtung, aufpassen! Wenn du nur rennst, verpasst du vieles, du bist irgendwann „aus der Puste" und kannst nicht mehr. Die grüne Person im Logo steht. Das könnte bedeuten: bleibt mal stehen, mach Pause, schau dich um, hör hin, ruh dich aus...

 

Diese Impulse und viele andere möchte uns das „Jahr des Aufatmens" im Bistum Osnabrück geben. Es beginnt mit einem Zukunftsgespräch im September 2015. Zwar gibt es im September 2016 ein „offizielles Ende", doch wäre es besser, wenn das „Aufatmen" andauert. Wenn die Impulse, die in diesem Jahre jeder und jede einzelne für sich setzt, die in den Verbänden und Gemeinden vereinbart werden, Veränderungen auf Dauer bringen würden. Es gibt kein fertiges Konzept des Bistums, wie einzelne, Gruppen, Gemeinden und Verbände, dieses Jahr angehen sollten. Wie könnte es das auch geben? Den Rhythmus des Atmens kann mir ja auch niemand vorschreiben. Es gibt viele Anregungen: in einer Arbeitshilfe, in einem Kalender, im Rahmen der Glaubenswoche der Jugend, bei den Jugendvespern im Dom, im Rahmen des „Aschermittwochs der Frauen". Vieles davon finden Sie gesammelt auf der Homepage www.zu-atem-kommen.de, die in Kürze freigeschaltet wird. Im Zentrum dieser Anregungen steht das Buch Exodus, dem auch das Motto entnommen ist: „DAMIT SIE ZU ATEM KOMMEN" (Ex 23, 12).

„SIE" – das sind eigentlich alle, Mensch und Tier. Im Buch Exodus heißt es genau:

„Sechs Tage kannst du deine Arbeit verrichten, am siebten Tag aber sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Sklavin und der Fremde zu Atem kommen." (Ex 23,12)

Meine Anregung also: Ruhen Sie mal aus, nehmen Sie sich Zeit, kommen sie zu Atem. Schauen Sie, was Wesentlich ist, setzen Sie neue Schwerpunkte. Vielleicht wird das „Jahr des Aufatmens" für Sie eher ein Jahr mit der Bibel, ein Jahr mit einer neuen Sportart oder einem neuen Musikinstrument, ein Jahr mit dem Buch Exodus, ein Jahr der Atemübungen, ein Jahr der kleinen Auszeiten, ein Jahr mit ganz viel frischer Luft, ein Jahr des Aufbruchs ... Aber: Stopp. Nicht zu viel und nicht zu schnell.

Vielleicht warten Sie ja mit dem „Aufatmen" auch gar nicht bis September, sondern nutzen jetzt die Urlaubszeit zum Anhalten, zum Pause machen, Durchatmen, Aufatmen, zum Luft holen, schauen, genießen..., „damit Sie zu Atmen kommen!

Das wünsche ich uns!

Gisela Püttker

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