Impuls im März

Am 07. März ist Weltgebetstag. Während die Frauen des ägyptischen Weltgebetstagskomitees 2011 die Gottesdienstordnung für das Jahr 2014 vorbereiteten, ereignete sich der „arabische Frühling". Die politische Lage hat sich seitdem mehrfach geändert. Doch die Bitten und Visionen der Frauen bleiben hochaktuell. Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, „wie Wasserströme in der Wüste"(Jes.41,18).

Wasser und Wüste. Ich denke an Bilder von wunderbaren Wüstenlandschaften, Sandwüsten, Steinwüsten, schroffe Felsen, Hitze am Tag, Kälte in der Nacht. Aber es gibt sie auch, die Oasen, wo Menschen siedeln, wo Leben möglich ist.

 

Wasser ist Lebensquelle, Wasser ist ein Geschenk. Wasser gehört zum Leben und ist – wie wir durch Flut und Überschwemmungen erfahren haben, auch bedrohlich und zerstörerisch. Wasser ist kraftvoll in jeder Hinsicht.

Im Lesungstext des Weltgebetstages tauchen wir ein in die biblische Geschichte der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen(Joh.4,4). Wir können selbst mit Jesus in Berührung kommen. Jesus will Quelle sein und uns das lebendige Wasser geben. Manchmal sind unsere Brunnen verschüttet oder wir haben sie nur noch nicht entdeckt. Begeben wir uns auf Brunnensuche. Brunnen können Orte der Begegnung sein und Hoffnung geben.

Für die ägyptischen Frauen gleicht der Tahir-Platz in Kairo dem Jakobsbrunnen, an dem Menschen zusammenkommen, weil sie durstig sind, durstig nach Freiheit, Würde und Gerechtigkeit.

Im Refrain des Liedes von Kerstin Ekholm spüren wir der Hoffnung nach:

Wer vom Wasser trinkt,

das uns Jesus gibt,

wird niemals mehr durstig sein

und es wird in uns

eine Quelle sein,

die ewiges Leben schenkt.

 

Ursula Kemna

© KFD Diözesanverband Osnabrück 2018 Erstellt mit dem KFD-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND