Impuls im Februar

2 Wolfgang Dirscherl pixelio"Der Februar ist nicht Halbes und nichts Ganzes," bekam ich auf meine Nachfrage, was sie mit dem Monat Februar verbänden, von einigen Leuten zu hören, "Es ist der Monat, der Tage opfern musste, damit das Jahr wieder passt", jemand sagte, "Es ist der Monat, in dem man sich in eine andere Person verwandeln kann." Es ist der Monat, der unberechenbar ist, er bringt alles, klirrende Kälte, erste Frühlingsblumen und es ist mein (und für viele andere auch) Geburtsmonat.

Vielleicht gehöre ich deshalb zu den Menschen, die diesen Monat mögen. Die Tage werden ein bisschen länger, der Winter verliert für mich das Dunkle und Bedrohliche und die ersten zaghaften Versuche der Natur von neuem Leben zeigen sich.

 

Auch der Karneval, die Fastnacht mit ihren Traditionen und ausgelassenen Feiern, bringt Leben und Lebendigkeit zurück. Immer wieder tauchen Bilder von erlebten kfd Frauenkarnevalfeiern
in der Gemeinde auf, der die Frauen verwandelt, ihnen Leben einhaucht, das im übrigen Jahr aufgrund des Alters, der Lebenssituation und der Leiderfahrungen, weniger zu sehen ist. Auch die verborgenen Talente dürfen im Februar im geschützten Raum des Frauenkarnevals zum Leben erweckt werden.

Früher endete mit dem Fest Maria Lichtmess, jetzt das Fest Darstellung des Herrn, am 2. Februar die Weihnachtszeit. An diesem Tag werden die Kerzen für das Jahr geweiht und eng damit verbunden ist das Fest des Hl. Blasius am 03.02. und die Erteilung des Blasiussegen.

Wir kennen die Geschichte des greisen weisen Mannes Simeon, der lange warten muss, bis sich die Verheißung, die Gott ihm gegeben hat, erfüllt. Er erkennt, vom Hl. Geist geführt, in dem neugeborenen 6 Wochen alten Jesus die Erfüllung der Verheißung und preist Gott mit den Worten: Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hat, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. LK 2,30-32. Die Eltern wie auch wir als objektive Betrachterinnen sind verwundert, dass ein kleines Kind die Erfüllung
der Verheißung sein soll. Doch auch die greise Prophetin Hanna stimmt mit in den Lobpreis ein. Die Eltern kehren verwundert nach Galiäa zurück. Sehen und erkennen wir die kleinen Hoffnungszeichen in unseren Gemeinden, im Verband, in unserem privaten Umfeld oder sehen wir nur schwarz und malen die Zukunft düster aus?

Wolfgang Dirscherl/pixelio.deVielleicht soll das Fest zu Beginn des Monats Februar uns sagen: Schauen wir auf das Kleine, kaum Sichtbare, trauen wir den Menschen, besonders den jungen Menschen, etwas zu, auch wenn die
Knospe noch so klein und verschlossen aussieht. Mit dem zunehmenden Licht im Februar blühen im späteren Verlauf des Jahres die Knospen auf und schenken uns mit den Blüten und Blättern Farbe, Hoffnung und Leben.

Einen hoffnungsvollen Februar wünscht Ihnen

Helene Dieckmann-Hoffmann

Fotos: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

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