Impuls im September

Mahlzeit. Oder: mal Zeit! Oder –wie in diesem Jahr in der Aktionswoche: „Mahl.Zeit ..." Dieses Wortspiel zeigt deutlich, wie viele Facetten das gemeinsame Essen haben kann. Es geht nicht nur um die Mahlzeit, das Essen und satt zu werden. Bei einer gepflegten Mahlzeit ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen – für die Vorbereitungen, für das Essen, für die Gespräche, für die Gemeinschaft. Man kauft ein, bereitet vor, deckt mit Liebe den Tisch, kocht, macht sich schick ... und genießt. „Essen (und Trinken) hält Leib und Seele zusammen." Essen kann uns in vielerlei Hinsicht nähren und satt machen.

 

Ich muss gestehen: Beim Essen bin ich ziemlich „bodenständig". Ich probiere nicht so gerne neue Sachen aus. Wenn ich aber bedenke, mit wie vielen unterschiedlichen Menschen ich in der Woche beim Essen am Tisch sitze, ist das wunderbar  abwechslungsreich, ist das ständig neue Nahrung. Manchmal sind es Verabredungen mit Freunden, teilweise Treffen mit kfd-Frauen oder es sind Mahlzeiten mit der Familie oder Verwandtschaft. Dabei wird mir im guten und auch mehrfachen Sinne „Neues aufgetischt". Das genieße ich sehr. Es bereichert mich, nährt mich, weitet meinen Horizont.

Als müsste es genauso sein, wurde uns am 1. September im Sonntagsevangelium von einem Mahl erzählt. Von einem Mahl, bei dem sich die Leute die besten Plätze aussuchen. Berichtet wurde von der Überlegung, wer am besten zum Essen einzuladen ist. Ermutigt wird, Arme und Krüppel, Blinde und Lahme einzuladen. Welch ein Abenteuer, zu dem Jesus die Menschen, zu dem Jesus uns auffordert!

Für uns könnte das heißen, dass wir mal ganz andere Menschen an unsere Tische einladen. Menschen, die wir nicht kennen oder die sonst niemand einlädt. Wenn wir es uns allein nicht trauen, können wir „die anderen" ja in unsere Frauengruppe einladen oder zu einer Mahlzeit innerhalb der kfd-Aktionswoche (oder auch später). Ich bin sicher, das bedeutet: neue Nahrung, neue Erfahrungen – für alle. Nahrung für Leib und Seele!

Nur Mut: Laden Sie ein. Mal sehen, wer kommt.

Vielleicht kann ich das Evangelium auch in mein Leben holen, wenn ich mich selbst zu „Fremden" an den Tisch setze – entweder im Lokal, beim Gemeindekaffee, beim Pfarrfest ... Nur Mut: Lassen Sie sich einladen. Ich hoffe, Sie fühlen sich willkommen.

So wünsche ich uns: Mahl.Zeit für Gespräche!

Gisela Pütter, Geistliche Begleiterin kfd-Diözesanverband

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