Impuls im August

In einem Gedicht zum Monat August beschreibt Robert Gernhardt die Auswirkungen sommerlicher Hitze für Mensch und Tier: „zum Schleichen haben beide Grund, den besten Grund, den sie je hatten: 38 Grad im Schatten". Diese Zeilen drücken aus, was auch ich mit dem Monat August verbinde. Ferien, Hitze, Müßiggang – im Gras liegen und den Wolkenbildern
nachschauen- träumen. Tatsächlich fallen in den August der größte Teil der sogenannten Hundstage (23.07.-23.08.), darum wird Mäßigkeit in allen Dingen empfohlen. Wäre ich in der Landwirtschaft groß geworden, würden mir sicher andere Gedanken zum August einfallen. Es ist der Erntemonat und für die Bauern war es früher mit der Getreideernte der arbeitsreichste Monat im Jahr.

Am 15. August feiern die katholischen Christen das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, Maria Himmelfahrt. Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. In ihrer Aufnahme in Gottes Herrlichkeit wird exemplarisch deutlich, wozu Mensch und Welt durch Gottes Gnade berufen sind.

An diesem Tag werden in vielen Gemeinden Kräutersträuße aus 7 oder 9 Pflanzen gebunden und gesegnet. Dieses Brauchtum ist in Urkunden aus dem 14. Jahrhundert belegt und wird in den letzten Jahren von Frauengruppen neu wieder aufgenommen. In vielen katholisch geprägten Ländern wie Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien, Mazedonien, Italien, Portugal, Spanien ist arbeitsfrei.

Auch lohnt sich der Blick in den Sommerabendhimmel, denn im August sind die meisten Sternschnuppen zu beobachten.

Die letzten Tage des Monats bringen schon den Abschied des Sommers, die Tage werden merklich kürzer und häufig sind die Abende frisch, so dass man sich gern ins Haus zurückzieht.

Mit einer alten Bauernregel möchte ich meine Gedanken zum Monat August beenden:

Augustsonne, die früh schon brennt, nimmt nachmittags kein gutes End.

Helene Dieckmann-Hoffmann, kfd-Dekanatssprecherin Osnabrück

 

 

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