Impuls im Dezember

 

DEZEMBER stammt vom lateinischen Wort decem ab und bedeutet zehn, es ist der 12. Monat im Jahr, bei den Römern war es der 10. Monat. Kaiser Karl schlug für den Monat Heilmond vor, später erhielt er den Namen Christmonat.

Für uns heute ist es ein Monat für alle Sinne, der viele Emotionen, Erinnerungen und Sehnsüchte wachruft, und das in allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten.

 

Es ist der letzte Monat im Kalenderjahr, für die Christen der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Mit dem 1. Dezember beginnen die Adventskalender in den verschiedensten Ausführungen. Anfangs sollten die Kalender den Kindern die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest mit dem täglichen Öffnen eines Türchens verkürzen. Inzwischen ist die Vielfalt so groß, dass es viel Entschlusskraft braucht, um sich auf einen Kalender zu konzentrieren. Einige Kalender geben uns Denkanstöße, wie wir zur Ruhe finden. Wurde die Adventszeit, die Vorbereitung auf Weihnachten, früher viel deutlicher als Zeit der Umkehr erlebt, ausgedrückt in der Schlichtheit des Adventskranzes , oft mit lila Kerzen. (lila = die Farbe der Umkehr und Buße), so sind wir heute sehr vielen Einflüssen ausgesetzt. Die aggressive Werbung für das Weihnachtsgeschäft, die verschiedenen Weihnachtsmärkte, die uns locken, immer in der Hoffnung, ein bisschen von dem zu finden, was wir zutiefst mit Advent und Weihnachten verbinden.

Von Nelly Sachs stammt der Satz: „Alles beginnt mit der Sehnsucht.“ Ich erinnere diesen Satz eigentlich immer im Advent und sehne mich danach, die innere Ruhe zu finden, um mich auf das Fest der Geburt Jesu besser vorzubereiten, um es tiefer begreifen zu können. Nicht immer gelingt es, aber es ist in jedem Jahr ein neuer Versuch und darauf freue ich mich. Zum Weihnachtsfest gehören für mich auch die Traditionen, die Düfte, die mit Sternen geschmückte Wohnung, das Festessen, der Tannenbaum, die Zeit für Besuche und Gespräche in der Familie. Auch die Zeit „zwischen den Jahren“ wird mir immer wichtiger. Die Gedanken gehen zurück auf das zu Ende gehende Jahr. Das Jahr gut beenden, ehrlich auf das zu schauen, was war, und mit Zuversicht in das neue Jahr gehen.

All das verbinde ich mit dem Monat Dezember.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Advent und ein schönes und frohes Weihnachtsfest.

Helene Dieckmann-Hoffmann

Dekanatsprecherin Osnabrück-Stadt

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