Impuls im Februar

„Schöpfung bewahren – Hoffnung schöpfen“ Im Februar wird allerorten nicht nur Fasching gefeiert, sondern in vielen Gemeinden und Regionen unseres Bistums auch der ‚Aschermittwoch der Frauen‘; seit 23 Jahren! Der diesjährige Aschermittwoch der Frauen steht unter dem Leitwort: „Schöpfung bewahren – Hoffnung schöpfen“.

 

Schöpfung bewahren – ein hoher Anspruch angesichts der negativen Meldungen in Zeitschriften und Nachrichten: die Erde und das Leben auf ihr sind vom Tod bedroht. Die größte Gefahr für die Erde sind wir Menschen selbst. Täglich hören und lesen wir von Überflutungen, Hungersnöten und Krieg.

Es macht uns Angst und es macht ohnmächtig, manchmal sogar ratlos. Wie soll uns da die Bewahrung der Schöpfung gelingen? Der 2002 verstorbene Biochemiker Erwin Chargaff schrieb im ersten Kapitel seines Buches „Ernste Fragen“ folgenden Satz: „Wenn die Welt noch gerettet werden kann, wird sie durch Amateure gerettet.“ Damit meint er uns.

Wir sind keine Wissenschaftler, keine Regierungsverantwortlichen, wir sind die Amateure, denen er zutraut diese, unsere Welt zu retten.

 

Dieses Jahr im Februar, am Aschermittwoch, werden sich unzählige Frauen, Amateure, dieser Verantwortung bewusst stellen und die Liebe zur Schwester Erde erneuern. Doch was wären all die Vorsätze ohne die Hoffnung, dass sie in Erfüllung gehen?

 

Hoffnung schöpfen – der zweite Teil des Leitwortes ist daher sehr wichtig.

Als Christinnen dürfen wir gewiss sein, dass der Weg, auch sei er noch so schwer und dpkhoffnungef.jpgunkel, nicht im Tod endet – die Welt geht nicht unter. Es gibt Licht am Ende des Tunnels, am Ende der Fastenzeit, und wir können auf die Hilfe des Einen vertrauen der sagt: „Ich bin der ‚Ich bin da‘!“ Ich bin davon überzeugt, dass zum Abschluss der vielen „Aschermittwoch der Frauen 2012“ unzählige Hoffnungsfunken aufleuchten werden um andere anzustecken.

„Als Gott dem Menschen ins Angesicht schaute, gefiel er ihm sehr gut. Gott hat alle Dinge der Welt so eingerichtet, dass eins auf das andere Rücksicht nehme.“ (Hildegard von Bingen)

Diese Worte von Hildegard von Bingen können uns Hoffnung und Ansporn zugleich sein. Hoffnung, dass auch Gott selbst in uns die Amateure sieht, die er geschaffen und bevollmächtigt hat die Schöpfung zu bewahren und Ansporn es in die Hand zu nehmen, denn auch wir sind ein Teil der Schöpfung, die es zu retten gilt.

Denn: „Wenn der Baum stirbt, stirbt auch der Mensch.“ (afrikanisches Sprichwort)

 

Suzana Muthreich

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