Impuls im November

Der November ist der Monat, der für viele Menschen schwer erträglich ist.

Warum auch immer, ich mag diesen Monat, der zwischen Erntedank  und Advent liegt. Für mich sind es vier Wochen, die viel zu schnell vergehen. Ich erlebe diese Wochen als eine Zeit der Zurückgezogenheit und der Erinnerung;  ich genieße die Natur zwischen Herbst und Winter. Oft ist der November nicht so grau, wie es immer heißt, sondern die Blätter der Eichen leuchten besonders hell und fast golden. Die vielen Lichter auf den Friedhöfen sind für mich Hoffnungszeichen, dass die Menschen mit ihren Lebensgeschichten nicht vergessen sind, sondern in uns weiterleben und für uns Auftrag und Zukunft sind.

 

So wie die Gedenktage dieses Monats:

mit dem Fest Allerheiligen, das uns mit hineinnimmt in die Welt der Heiligen.

Allerseelen, das Fest des Gedenkens  an unsere Toten.

Die Reichsprogromnacht am 09.11., die uns an die Grausamkeit unserer jüngsten Geschichte erinnert, die für uns Auftrag ist, dass das nicht wieder geschehen darf und dazu aufruft, gegen jedes Unrecht  Stellung zu beziehen. So auch am 25.11., dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Und dann sollten wir die Freude über die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands am 09.11.1989 jedes Jahr neu feiern. Das Fest St. Martin ist zu erwähnen,  der Buß- und Bettag, der uns als Feiertag zwar verloren gegangen ist, aber wir könnten diesen Tag als Chance des bewussten Innehaltens wahrnehmen, um dann diesen Monat in den Advent, der Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu, münden zu lassen.

Ein wahrlich wichtiger Monat.

 

Helene Dieckmann-Hoffmann

kfd-Dekanatsprecherin Osnabrück

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