Impuls im April

In einer Geschichte, erzählt von Lothar Zenetti, geht es um eine Raupe, die eines Tages von Gott angesprochen wurde. „Hör mal," sagte er, „ich habe etwas Großes mit dir vor. Wenn du willst, mach ich dir Flügel. Dann kannst du fliegen- wohin du willst. Ich gebe dir ein ganz neues Leben. Du wirst ein Schmetterling."  Die Raupe ist von der Idee begeistert - bis sie erfährt, dass sie zuerst sterben muss. Aber sie faßt Vertrauen zu Gott und legt sich zusammengerollt in eine Hülle und tut nichts mehr. Dies scheint das Ende der Raupe zu sein - doch Gott vergaß sie natürlich nicht. Eines Tages kroch aus der Hülle ein wunderschöner Schmetterling hervor. 

Im Rahmen meiner Hospizarbeit ist diese Geschichte ein Hoffnungszeichen.

 

 

Unser Leben hier auf Erden ist durch den Tod begrenzt. Weil wir nicht wissen, was „danach" kommt, denken wir mit Schrecken an unsere letzte Stunde. Die Bibel berichtet, dass auch sogar Jesus „Todesängste" gehabt hat.

Zu den schmerzlichsten Erfahrungen unseres Lebens zählt sicher der Tod eines geliebten Menschen.

Diese Erfahrungen lehren uns, dass das Leben endlich ist.

Zu einem erfüllten Leben gehört auch, Sterben, Tod und Trauer nicht zu verdrängen, sondern als eine Selbstverständlichkeit mit einzubeziehen.

In den Vorbereitungskursen auf die Tätigkeit der Hospizbegleitung habe ich gelernt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit ist.

 

Für mich ist der feste Glaube, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist, eine Hilfe, mit meinen Ängsten klar zu kommen.

Auch die Erlebnisse in der Natur machen Mut und geben mir Hoffnung.

Gerade diese Jahreszeit, wo ich erlebe, wie aus scheinbar toten Pflanzen neues Leben sprießt, sensibilisiert mich und lässt mich an Ostern und an die Auferstehung glauben.

Uns allen wünsche ich nicht nur zu Ostern Auferstehungs-Erfahrungen.

Monika Jansen

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