„Das alte Jahr verflossen ist…“

Am Silvesterabend haben wir unseren Freunden, wie es bei uns noch Brauch ist, eine „Tunschere“ mitgebracht. Auf einem kleinen Brett, das in Seidenpapier eingepackt ist, werden zwei Bögen überkreuz befestigt. Diese Bögen bestehen aus weichem Holz, das  vorher mit einem Messer in feine Streifen abgeschält wurde und sich dann wie Löckchen um den Bogen „krüllen“ (kräuseln). An diesen Bögen werden als Glücksbringer Schornsteinfeger, Kleeblatt usw. befestigt.„Das alte Jahr verflossen ist…“ so haben wir um Mitternacht gesungen, dann mit Sekt angestoßen und dazu die Neujahrskuchen gegessen. Das sind dünne knusprige Hörnchen, die mit einem Waffeleisen gebacken werden.

Wir haben heute Nacht eine Schwelle überschritten. Wir sind mit Familienfeiern, Glockengeläute der Kirchen und Chinaböller in ein neues Jahr gegangen.
 
Was wird das neue Jahr uns bringen?
Wir sind voller Hoffnungen und Erwartungen, - vielleicht auch voller Befürchtungen und Unsicherheiten.
Können wir die Ansprüche, die an uns gestellt werden, gerecht werden?
Sind unsere Freunde wirklich für uns da, wenn wir sie brauchen?
 
Ein neues Jahr beginnt, doch unsere Welt ist die alte geblieben.
Gott hält die Vergangenheit und die Zukunft in den Händen
Das Gelingen meines Lebens hängt letztlich nicht davon ab,
ob mein Leben lange oder kurz währt,
ob kleine oder schwere Schicksalsschläge es durchkreuzen,
sondern das ich mich auf ihn einlasse, vertraue und spüre,
dass seine Hand mich hält und trägt.
 
So wünsche ich allen für das Jahr 2011 Gesundheit und Zufriedenheit und zu allem den Segen Gottes.
 
Helene Griesen
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