Impuls im Oktober

Alexandra-Bucuresc auf www.pixielio.deZwei Frauen begegnen sich. Wie gut das tut.

 

 

I.      Der Besuch Marias bei Elisabet (aus Lk, Kapitel 1)

 
Meine Seele preist die Größe des Herrn, /
 
 
II          IMPULS
Zwei Frauen begegnen sich. Wie gut das tut. Als Elisabet die Stimme Marias hört ist sie voller Freude. Sie empfindet es als Ehre, dass Maria zu ihr kommt. „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt“ Sie erkennt, dass Maria eine besondere Aufgabe hat und dass diese ihre Berufung im Vertrauen auf Gott angenommen hat. Ein Vertrauen in einen Weg, der ins Ungewisse führt. Die einzige Gewissheit Marias ist das Kind, das neue Leben, das in ihr wächst und das in ihrem Leben alles verändert. Nicht nur das Leben um sie herum, sondern auch sie selbst ist erfüllt von einem neuen Geist. Von einem Geist der Offenheit und der Sensibilität für das, was sich wandelt in ihr und in ihrem Blick auf das Leben um sie herum. Auch Elisabet lässt sich von diesem Geist der Wandlung ansprechen und erkennt ihn in Maria. Beide sind voll von überschwänglicher Freude. Diese Freude mündet in einen Lobgesang Marias auf die Größe des Gottes, der sie herausgerufen hat unter vielen Frauen, seinen Sohn zur Welt zu bringen.
Sie benennt in diesem Lobgesang die Quelle ihrer Freude, ihrer Berufung und ihrer Verwandlung. Das, was Maria von vielen Frauen unterscheidet, ist ihre Erkenntnis, dass sie von Gott angeschaut wird. Er hat sie gerufen, zu einer ganz besonderen, wichtigen Aufgabe.
Der Gott, auf den Maria vertraut, schaut auch uns an. Wir finden den Beleg dafür in dem Satz „er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten“. Jede von uns Frauen hat einen eigenen Auftrag. Gerade Frauen ist in der Geschichte oft dieser Auftrag Gottes abgesprochen worden. Aber der Gott, an den wir Christen/-innen glauben erhöht die Niedrigen, die Mächtigen stürzt er vom Thron. Er schaut auf die Frauen, die oft gedemütigt, erniedrigt und missbraucht wurden. Jede, die hungert nach diesem Gott, der Abraham und Sara herausgerufen hat aufzubrechen in ein Land, das sie nicht kennen, und jede Frau, die die Sehnsucht nach der Quelle, den Durst nach Leben spürt, wird angesehen und beim Namen gerufen. „Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und die Reichen lässt er leer ausgehen“ Der Gott Abrahams und Saras ist parteiisch. Er steht zu seinem Volk und schützt jede und jeden, der dazu gehört.      
 
Text: Marion Willmering
 Foto: Alexandra-Bucuresc, www.pixelio.de
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