Impuls im Juni

Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
(aus China)
 
Wir leben in einer Zeit großer Veränderungen.
Deutlich spüren wir das in unseren Familien,
in unserer Gesellschaft, in unserem Verband.
Und im Moment ganz besonders in unserer Kirche.
Was lange selbstverständlich war, verliert an Bedeutung.
Lieb gewordene Traditionen werden in Frage gestellt.
Boden, auf dem wir sicher zu gehen glaubten, gerät ins Wanken. Vertrauen zerbricht.
Der Wind des Wandels weht stark und heftig.
Das macht ratlos, es macht auch Angst. Die Versuchung ist groß, Mauern zu bauen,
sich abzuschirmen, windgeschützte Nischen zu suchen.
 
So ging es auch den Jüngerinnen und Jüngern Jesu am Beginn der jungen Kirche. Voller Furcht zogen sie sich hinter verschlossene Türen zurück. Doch dann erfüllte sie Gottes Geist wie ein Sturmwind und gab ihnen Schwung, die Türen zu öffnen und hinauszugehen, freimütig zu reden und ganz neue, unbekannte Wege zu erschließen. 
 
Ich wünsche uns, unserem Verband und unserer Kirche den Mut,
nicht nur Windmühlen zu bauen,
sondern selbst zu Windkrafträdern zu werden.
 
Wenn wir uns der Ruach Gottes öffnen, uns ihr entgegen strecken,
wenn wir uns von ihrer Kraft mitreißen lassen,
dann können wir die Zeichen der Zeit erkennen,
können Wandel zulassen, Veränderungen gestalten.
 
Wir gewinnen Energie, Lebendigkeit und Phantasie, 
gegründet im Vertrauen auf Dich,
bewegt von deinem Wehen,
Ruach
 
Irmentraud Kobusch
Stellvertretende Bundesvorsitzende

 

 

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