Impuls im August

Hände, die sich gen Himmel strecken -

10 Handinnenflächen von Frauenhänden; einige mit einem Ring an der Hand, andere ganz schmucklos, mit Schwielen an den Händen oder glatt oder jüngere Hände; einige Finger sind ineinander verhakt oder halten und berühren sich.
Es sind ganz unterschiedliche Hände von Frauen verschiedensten Alters und unterschiedlicher Herkunft.

"kfd verbindet" lautet der Titel der Auftaktveranstaltung zur bundesweiten kfd-Aktionswoche, die am 12. September in der Altstadt von Düsseldorf stattfindet und auf deren Plakat die beschriebenen Hände abgebildet sind.

Auf die Frage, wie die Gestalterin des Plakates auf dieses Motiv gekommen ist, fällt mir ein Text aus dem 14. Jahrhundert ein. "Christus hat keine Hände, nur unsere Hände um seine Arbeit zu tun".

In der kfd gibt es sehr viele Hände, die für die Sache der Frauen tätig sind: vor Ort in der Nachbarschaftshilfe, in der Pfarrgemeinde, im Einsatz für Frauen in Notsituationen.

Die Hände auf dem Plakat sind mir zu ruhig, zu wenig anpackend. Ich denke an die kfd-Frauen, die sich wöchentlich treffen zum Handarbeiten, um Babydecken und Schals für Frauen in Not zu stricken. Hände sind in Bewegung, wenn Frauen auf Migrantinnen zugehen, ihnen freundschaftlich die Hände reichen, um ein Stück gemeinsamen Weges zu gehen, oder wenn Mitarbeiterinnen die Klinken der Mitglieder drücken und Frauen besuchen und begleiten, wenn Frauen für Frauen Partei ergreifen und sich zum Beispiel stark machen für die Eltern-Kindgruppen in der Gemeinde. Hände berühren sich und sorgen sich um die Nachbarin, wenn gemeinsam gefeiert und gelacht wird, etwa bei einem Jubiläum, beim Frauenkarneval oder aber in einem Frauengottesdienst.

Es gäbe noch jede Menge Beispiele für die Tätigkeiten der vielen kfd-Hände, die im Sinne des Textes, die Arbeit Christi leisten.

 

Es macht mir Mut, dass kfd-Frauen durch ihre Hände und ihr Handeln etwas bewirken und die Gemeinden und die Gesellschaft mitgestalten – im Kleinen wie im ganz Großen. Das verbindet und Frauen miteinander.

Am Ende des oben zitierten Textes, heißt es: "Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest. Wir sind Gottes letzte Botschaft, in Taten und Worte geschrieben."

 

Wir dürfen stolz darauf sein, dass wir als Frauengemeinschaft so viel bewegen. Manchmal scheinen uns die Dinge so gering und klein, dass wir sie nicht ausreichend würdigen und schätzen. Ohne die vielen kfd-Frauen wäre unsere Kirche um vieles ärmer.

Darum werde ich am 12. September mit meinem roten Schal nach Düsseldorf fahren und bei der Veranstaltung in der Altstadt dabei sein. Vielleicht sehen wir uns ja dann?!

Katrin Brinkmann 

 

Flyer Auftaktveranstaltung 12. September.

Weitere Informationen zur kfd-Aktionswoche.

 

 

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