Lebenskunst

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Was für ein Sehnsuchts-Wort!

Da geht es nicht um irgendein Leben, sondern um meines.

Da geht es nicht um Irgendwann, sondern um jetzt.

Leben, das müsste man „können“.

 

 

 

 

Ich möchte mich nicht der Zeit ausgeliefert fühlen, die so oft vorbei zu rennen scheint, auch nicht den konkreten Bedingungen unter denen Leben nun einmal geschieht und erst recht nicht den trüben Gesetzmäßigkeiten des Alltags.

 

Ich möchte mein Leben gestalten.

Aber manchmal ist mir dieser Anspruch zu groß. Ich scheitere an zu wenig Fantasie und zuviel Gewohnheit. Ich bleibe hinter mir selbst und meinen Möglichkeiten zurück. 

 

Dann brauche ich Ansporn, jemanden, der oder die mir dieses „Können“ zeigt oder einfach nur mutig vorausgeht und mich lockt, es ihm oder ihr gleich zu tun.

 

Weggefährtinnen, Freunde oder Vorbilder - ganz gleich, wie ich sie nennen mag.

Menschen, die an meiner Seite stehen oder Menschen, die vor vielen Jahren lebten.

 

Ich kenne diesen neugierigen, freudigen Herzschlag: beim Lesen einer Biographie, beim Aufstöbern eines Gedankens, beim Erkennen eines klugen Wortes.

 

Wenn ich der Lebenskunst anderer begegne und merke, wie mich dieser Impuls ein gutes Stück weiterbringt. Und dann lasse ich mich gut und gerne anstecken...

 

 

Martina Kreidler-Kos

 

mehr über das Buch "Von wegen von gestern"

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