Impuls im Dezember

Adventsweg
 
Vor mehr als 2000 Jahren machten sich Maria und Josef auf den Weg von Nazareth nach Betlehm um sich dort in Steuerlisten eintragen zu lassen.
Auch heute sind viele Menschen unterwegs: auf dem Weg in eine neue Zukunft, auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsplatz, auf dem Weg in den Urlaub und die Freizeit, auf dem Weg zum Einkaufen, auf dem Weg zu sich selbst.
Auch wir Christen sind heute unterwegs. Die Adventszeit bietet uns die Möglichkeit, dass auch wir uns auf den Weg nach Betlehem machen - auf den Weg zum Kind in der Krippe.
Es ist ein Weg, der uns durch Höhen und Tiefen hindurch trägt.
Es ist ein Weg, den wir nicht alleine gehen müssen.
Es ist ein Weg, der uns führen will zu einem Ort des Friedens.
Es ist ein Weg, auf dem wir alles, was uns belastet, was uns Angst und Kummer bereitet, getrost ablegen dürfen.
Es ist ein Weg, auf dem Gott uns entgegenkommt, und zwar gerade da, wo wir innerlich wund, traurig und verzagt sind.
Darum können wir alles, was uns belastet, in Form von Steinen auf den Weg legen.

Es gibt aber auch die verheißungsvolle Zusage des Propheten Jesaja - Sagt den Verzagen: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; Er selbst wird kommen und euch erretten.

Diese Zusage hat die Menschen in ihrer leidvollen Geschichte immer wieder aufgerichtet. Ihre Worte haben bis heute nichts von ihrer Kraft und Wahrhaftigkeit eingebüßt. Darum dürfen wir unseren Weg zum Blühen bringen.

Mit Jesus Christus hat Gott uns ein Licht angesteckt, damit wir uns nicht mehr fürchten müssen. Jesus Christus, das Licht, von dem wir wissen, dass es unsere Dunkelheit erhellt. In den warmen Lichtern des Advents wollen wir seine Wärme spüren. Als Zeichen der Hoffnung dürfen wir neben unseren Sorgensteinen Kerzen aufstellen.
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine gute Zeit auf ihrem ganz persönlichen Adventsweg.

Hedwig Buhl
KFD-Dekanatssprecherin Osnabrück-Nord

 

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