Impuls im November

Der November ist ein ungeliebter Monat in Jahresverlauf.
Wir verbinden mit ihm dunkle Tage, nasskaltes Wetter, eine eher trostlose Zeit.
Menschen ziehen sich zurück in ihre Häuser. Sie zünden Kerzen an, um der Dunkelheit und der Kälte etwas entgegenzusetzen und eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. 

Und dann sind da noch die Totengedenktage Allerheiligen und Allerseelen, die uns bewusst machen,
dass Leben immer auch Abschiednehmen ist.

Abschied von besonderen Zeiten, lieben Menschen, Träumen und Erwartungen.
An den Gräbern unserer Verstorbenen werden wir mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert.
Viele Menschen erfüllt dieser Gedanke mit Angst und Schrecken. Für sie ist das Ende des Lebens ein endgültiges „Aus“, eine Tunnel ohne Licht am Ende.
Und dann gibt es Menschen, die von einem Glauben, einem rückhaltlosen Vertrauen getragen werden. Sie glauben an eine Ewigkeit, ein Weiterleben in Fülle bei Gott.

Was ist es, das uns in diesen Novembertagen Trost spenden kann? Wo finden wir Gründe für ein rückhaltloses Vertrauen, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist?
Da ist einmal die Adventszeit mit ihren Lichtern, ihren besinnlichen Stunden, Adventsgeschichten, adventlichen Zusammenkünften und nicht zuletzt ihren wunderschönen und hoffnungsvoll stimmenden Adventsgottesdiensten.
Dann ist da die frohe Erwartung auf das Weihnachtsfest. Das Fest der Geburt Jesu, der uns den Schrecken des Todes genommen und eine Zukunft über den Tod hinaus verheißen hat.

So gesehen ist der November dann vielleicht doch keine trostlose Zeit!

Anhand einer kleinen Begebenheit, die von einem unerschütterlichen Kinderglauben zeugt, möchte ich Sie zu Hoffnung und Zuversicht ermutigen: 

Johannes (6 Jahre) begleitet mich auf seinem Rädchen über den Friedhof.
Geschickt umfährt er die Gräber und nimmt rasant die Kurven. In der Mitte des Friedhofs steht ein großes Kreuz mit einem lebensgroßen Korpus. Johannes lässt sein Rad fallen, stellt sich vor das Kreuz, schaut empor und sagt aus tiefster Überzeugung: „ Das ist Jesus. Der ist auch gestorben. Aber er ist wieder auferstanden. Und er hat uns versprochen, dass alle Menschen auferstehen werden. Ja, das hat er versprochen und was man verspricht, das muss man auch halten!“
Dann schwingt Johannes sich wieder auf sein Rad und nimmt frohen Mutes die nächste Kurve.

Von Herzen wünsche ich Ihnen einen „trostvollen“ November!

Traute Pott

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