Impuls im Mai

GartenDer Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.....

Als Jugendliche habe ich dieses Lied geschmettert. Das Fahrrad war voher blank geputzt, denn  die Maitour stand an. Birkenlaub als Strauß an den Lenker gebunden und mit Gesang  ging es ins Grüne. Es war nicht selbstverständlich, dass die Natur schon grünte. Oft mußten wir nach grünen Zweigen suchen. In diesem Jahr  ist alles erstaunlich weit und man merkt, die Natur hat ihre eigenen Gesetze. Ein dunkler ,kalter Winter  liegt hinter uns. Kein Grün, es scheint alles tot, abgestorben zu sein.

 

Mir geht es so, dass ich oft denke, schafft es der Baum, der Strauch, lebt er noch. Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl, dann die ersten Zeichen von Leben  zu entdecken.
Nein, das ist nicht selbstverständlich. Die Natur ist  durch unser  Verhalten bedroht. Dass wir alle für den Erhalt der Schöpfung verantwortlich sind, schreibt Papst Franziskus in der Enzyklika "Laudato Si" Gottes Schöpfung - unser Lebensraum
"Wir vergessen, dass wir selbst Erde sind. Unser Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns."  Laudato Si 2
Diese Enzyklika ist eine gute Lektüre.
In Gedichten, die den Frühling besingen klingt auch oft  Wehmut mit, als ob man dem Neuen doch nicht ganz trauen kann. Dieses Gedicht kennen Sie bestimmt:
 
Die linden Lüfte sind erwacht, Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden
 
Die Welt wird schöner mit jedem Tag. Man weiß nicht, was noch werden mag
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal.
Nun, armes Herz, vergiß die Qual.
Nun muss sich alles, alles wenden.
     Ludwig Uhland
 
In der Hoffnung , dass es sich Guten wendet.
Julia Reiering
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