Impuls im Februar

Im Warteraum des Krankenhauses liegt auf dem Tisch der "Wochenbrief - nicht nur für Kranke - GUTE BESSERUNG". Darin heißt es: Ich wünsche dir einen Becher voller Zuversicht... Das sind schöne Wünsche und es hört sich gut an. Hier im Krankenhaus liegen viele Menschen, die nicht so zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wer keine Hoffnung hat, der ist niedergeschlagen und entmutigt. Er tut sich schwer und sieht die Welt nur grau in grau. Wie schafft man es aber, alles positiv zu sehen, wenn gerade alles schiefläuft?

In unserer Gemeinde wird am 3. Februar wieder dem Heiligen Blasius gedacht und wir empfangen den Blasiussegen.

Blasius von Sebaste war der Überlieferung zufolge Bischof von Sebaste in Kleinasien und erlitt 316 das Martyrium. Der Heilige zählt zu den vierzehn Nothelfern. Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Deshalb erteilt die Kirche den Blasiussegen zum Schutz gegen Halskrankheiten.

Natürlich schützt mich der Segen nicht vor der nächsten Erkältungswelle und ersetzt gewiss auch nicht die Grippeimpfung. Aber der Segen hilft mir, weil ich mich damit unter den Segen Gottes stelle. Und Gott will das Heil für uns Mensch – auch das leibliche Heil. Als Menschen können wir uns nur bis zu einem bestimmten Punkt selber heilen, werden immer an Grenzen stoßen. Doch Gott ist größer. Und darum gibt es den Blasiussegen seit dem 16. Jahrhundert.

Bei der Spendung des Blasiussegens hält der Priester oder der Diakon dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen in Höhe des Halses vor. Der Segen lautet:

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

oder: Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn.

Es kann einem richtig schwerfallen, das Hoffen und Gottvertrauen. Vielleicht kann ich wirklich manchmal die Situation nur aushalten, ausharren und Geduld lernen. Aber die Hoffnung und die Zuversicht aufgeben, dass alles gut wird, das tue ich nicht.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Gottes Segen!

Helene Griesen

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