„Sommer- Sonne- Frei(e) zeit"

„Mach dich mal frei" dieses Motto beherzigen sicher viele Menschen zurzeit, denn Sommerzeit ist Urlaubszeit. Wenn die Sonne scheint, es abends lange hell ist, haben wir das Bedürfnis, draußen zu sein, „frei" zu sein. Befreiung vom Alltagsstress, vom Zeitdruck, steht für viele ganz oben auf der Wunschliste für die Urlaubszeit. Einmal ausspannen und die Seele baumeln lassen? Für manche Menschen kann dieses auch zu einer echten Herausforderung werden. Wer permanent online ist und per Handy Tag und Nacht erreichbar war, wird sich schwer tun, plötzlich die freie Zeit auszufüllen. Üben können wir dieses das ganze Jahr über, wenn wir uns wöchentlich einen freien Tag gönnen, nämlich den Sonntag.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der uralte Rhythmus von sechs Arbeitstagen und einem Ruhetag ist eine Errungenschaft unserer Kultur. Das deutsche Wort „Sonntag" bedeutet wörtlich „Tag der Sonne" Die Bezeichnung geht zurück auf die griechische Benennung der Wochentage nach den Planetengöttern. Die Sonne ist Therapie für uns, sie weckt unsere Lebensenergie. Genauso kann die richtig genutzte „freie" Zeit, wozu auch der Sonntag zählt, Therapie sein. Damit der Sonntag weiterhin arbeitsfrei bleibt, machen Kirchen, Gewerkschaften, Vereine und Verbände gemeinsame Sache in der

„Allianz für den freien Sonntag". Auch die kfd unterstützt diese Initiative.

In den kfd –Runden aller Ebenen stößt dieses Thema auf großes Interesse. Die Frauen sind sich einig, dass der gegenwärtige Sonntag für viele nicht mehr befriedigend ist und dass Veränderungen nötig sind. Bei Befragungen, wie die Einzelnen den Sonntag gestalten, waren die häufigsten Antworten:

>lange aussschlafen

>in Ruhe frühstücken

>Gottesdienstbesuch

>Treffen mit Freunden oder Verwandten

>Theater, Kino, „Essengehen"

> Unternehmungen mit den Kindern

aber auch:

>Hausarbeiten, wie Wohnung putzen, einkaufen.....

Bei den Wünschen und Visionen für den Sonntag der Zukunft kristallisierte sich sehr deutlich heraus, dass der Sonntag als Höhepunkt der Woche unserem Leben die nötige Struktur gibt. So sollte der Sonntag als Ruhetag, als gemeinsamer freier Tag, unbedingt erhalten bleiben. Wichtig ist den Frauen die Zeit  für Familie, für Gemeinschaft, für Besinnlichkeit, für Gottesdienst.

Das alles sollten die Gesetzgeber berücksichtigen, indem sie:

>Die Ladenöffnungszeiten minimieren und kontrollieren.

>Ein Arbeitsverbot für den Sonntag festlegen,  in Bereichen wo es möglich ist.

> Durch die Anhebung der Lohnuntergrenze erreichen, dass das Einkommen auch ohne Sonntagsarbeit ausreicht.

>In der kfd wünschen sich die Frauen mehr Gemeinschaft durch Angebote, die auch die Bedürfnisse der Alleinlebenden und Alleinerziehenden berücksichtigen.

Für die Sommerzeit wünsche ich uns „Leichtigkeit und Gelassenheit, Freiheit und Freude", damit die Seele durchatmen kann.

Monika Jansen

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