„Vorsicht: Ruhemob"

Kirchen und Gewerkschaften machen mobil für den arbeitsfreien Sonntag

Die Sonntagsschutzbewegung begeht jedes Jahr am 3. März den „Internationalen Tag des freien Sonntags" und erinnert mit ihren Aktionen daran, dass der Sonntag ein Geschenk des Himmels ist.

Die „Allianz für den freien Sonntag" ruft auf, am Sonntag, dem 3. März 2013 im ganzen Land einen Aktionstag für die Erhaltung des freien Sonntags durchzuführen.

Um die spezielle Sonntagsallianz-Aktionsform „Ruhemob" zu erläutern und Tipps für die Durchführung sowie die Einbindung in die kirchliche Liturgie zu geben, hat das Aktionsbündnis unter dem Titel „Sonntag. Ein Geschenk des Himmels" eine kostenfreie Gottesdienst-Broschüre herausgegeben. Sie steht u. a. auf der Webseite der Sonntagsallianz, www.allianz-fuer-den-freien-Sonntag.de zum Download zur Verfügung. Die Aktionsbewegung „Allianz für den freien Sonntag ist mittlerweile in 8 Bundesländern und 80 Regionen verankert.

Aktuelle Infos aus der Landesallianz für den freien Sonntag in Niedersachsen:

 

Nach der Wahl in Niedersachsen im Januar wurden Briefe an die neue Regierungskoalition verschickt. Als Landesallianz für den freien Sonntag haben wir uns gleich am Anfang mit unserem Anliegen ins Gedächtnis gebracht.

Gleichzeitig wurde eine Pressemeldung mit dem gleichen Inhalt herausgegeben: „Sonntagsschutz in Niedersachsen verbessern":

Die Landesallianz für den freien Sonntag in Niedersachsen fordert die neue Regierungsmehrheit in Niedersachsen auf, den Ausbau des Sonntagsschutzes in die Koalitionsvereinbarung aufzunehmen. Auch und gerade in Niedersachsen sind die gesetzlichen Bestimmungen zum Sonntagsschutz nicht ausreichend. Zudem entsprechen sie nicht den verfassungsrechtlichen Vorgaben der Bundesrepublik Deutschland. Um einen gemeinschaftlichen Tag der arbeitsfreien Ruhe zu gewährleisten, sind deutliche Änderungen in der „Niedersächsischen Verordnung über die Beschäftigung an Sonn-und Feiertagen" und im „Niedersächsischen Gesetz über Ladenöffnungs-und Verkaufszeiten" nötig", so Andreas Luttmer-Bensmann, Sprecher der Allianz.

Insbesondere die folgenden Punkte sollten im Koalitionsvertrag berücksichtigt werden:

° Einschränkung der Sonntagsöffnung in Kur-Wallfahrts- und Ausflugsorten;

° Wiedereinführung einer Anlassbezogenheit bei Sonntagsöffnungen, dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 01. 12. 2009 und dem Grundgesetz entsprechend;

° Sonntagsöffnungen nur in ganzen Kommunen, nicht in einzelnen Verkaufsstellen oder Ortsteilen;

° Verbot von Sonntagsöffnungszeiten im Advent und im ganzen Monat Dezember;

° Mitwirkungspflicht der Räte der Städte bzw. Gemeinden bei der Festlegung von verkaufsoffenen Sonntagen;

° Einschränkung des Warenkatalogs „täglicher Kleinbedarf" mit klaren Mengenbestimmungen;

° Früherer Ladenschluss an Samstagen und vor Feiertagen;

°Einschränkung der an Sonntag zugelassenen Tätigkeiten;

In der Landesallianz sind zehn kirchliche Verbände, soziale Organisationen, der Landessportbund und die Gewerkschaft ver.di, aus Niedersachsen zusammengeschlossen.

V.I.S.d.P.: Andreas Luttmer-Bensmann, Sprecher der Allianz

Kommentare   

 
+1 #1 conny gläsener 2013-12-13 17:06
Vielen Dank für Ihr Engagement!Ich hoffe , dass Sie insbesondere bei den verkaufsoffenen Adventssonntage n viel erreichen,denn diese Belastung ist in der Weihnachtszeit kaum noch auszuhalten und dann muss man immer noch gute Miene zum bösen Spiel machen
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