Würde? Würde!

Die aktuelle Ausgabe der frauundmutter hat mich sehr bewegt. In vielen Medien habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten die Debatte gelesen, ob unsere Gesellschaft verroht - gerade durch die neuen Medien und die sozialen Netzwerke. Es ist so einfach einen Menschen anonym zu diffarmieren und es ist so schwer eine Nachricht, die einmal im Netz gestanden hat, wieder zurück zu holen - geschweige denn zu löschen.

 

Wenn die Journalistin Florin von den Beschimpfungen berichtet, die sie hinnehmen muss, wird mir unwohl. Gerade diejenigen, die vermeintlich unsere Werte verteidigen, würdigen andere Menschen herab. Und letztlich sind die Betroffenen hilflos.

So geht das nicht! Das ist unerhört! Wir dürfen in unserer Gesellschaft nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel von Werteverteidigung oder unter dem Label "besorgte Bürger" alles gesagt und behauptet werden darf. "Mann wird doch wohl nach mal sagen dürfen...." - eine beliebte Einleitung, die aber selten zum Dialog einlädt. Ja, man darf sagen: aber bitte auch mit Argumenten und der Bereitschaft für ein Gespräch.

Danke. liebe Redaktion, dass ihr in dieser Zeitschrift die Stimme für die Würde aller Menschen erhebt. Es ist nicht akzeptabel, wenn Menschen aufgrund von Geschlecht, Religion oder  Herkunft herabgewürdigt werden. Ein Bericht über Zwangsprostitution, die mitten in unserer Gesellschaft geschehen kann und die Frage nach Individualität oder Anpassung zielen ebenfalls auf die Grundfrage nach der Achtung der Würde jedes Menschen.

Das Vorwort von Nikola Hollmann spricht mehr sehr aus dem Herzen. Gott schuf uns als sein Abbild, als Mann und Frau schuf er den Menschen - so endet sie. Werde ich gefragt, was meinen Glauben ausmacht und was mir am wertvollsten ist, so kann ich ohne lange zu überlegen sagen: Dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind und alle die gleiche von ihm verbürgte Würde haben. Keiner muss sich Würde erst verdienen, keinem darf sie genommen werden.

Ich wünsche mir, dass wir in unserer Gesellschaft genau so handeln: gemäß Art 1 im Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Katrin Brinkmann

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