Welche Erinnerung trage ich im Herzen….

Das finde ich eine spannende und zugleich ergreifende Aussage von Fulbert Steffensky: „Zwei Dinge muss man von den Toten wissen: was sie gelitten und was sie geträumt haben. Dieses Wissen stiftet Heimat."

Dabei wissen wir manchmal nicht einmal, wie es einem anderen wirklich geht, geschweige, was er gelitten und was er geträumt hat. Der Artikel, der mit „Fürsorge für die Seele" überschrieben ist, legt ein wenig die Finger in die Wunden unserer Zeit und gibt zugleich Hilfestellung unsere lieben Verstorben noch einmal anders in den Blick zu nehmen.

Ich habe bei Trauergesprächen durchaus auch die Erfahrung gemacht, das selbst die nächsten Angehörigen oft nicht so richtig benennen können, was den Verstorben wirklich bewegt hat und was er sich für sein Leben erträumt hat. Und bei der Frage: „Was hat der oder die Verstorbene Ihnen als Erinnerung, als Gedanke hinterlassen?" erlebe ich durchaus auch Schweigen!

Im Umgang mit unseren Verstorben wird immer auch etwas deutlich, von unserem Umgang mit den Lebenden.

Ich erlebe, dass sich gerade in den letzten Jahren die Kultur um Tod und Beerdigung doch sehr gewandelt hat. Viele Ältere planen schon bei Zeiten eine halbanonyme Urnenbestattung, aus Sorge, ihr Grab bleibt unbeachtet oder wird nur von dem Friedhofsgärtner in den Blick genommen. Sie ahnen, ihre Kinder werden den Gang zum Friedhof nur selten durchführen.

Bemerkenswerter Artikel .... kann ich sehr empfehlen!

Elisabeth Brinkmann, Kath. Klinikseelsorgerin im St. Joseph - Stift{jcomments on}

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