Vielfalt schätzen

Ein Schauspieler mit Down-Syndrom ist für mich nichts Neues. Das haben wir in den Fernsehproduktionen der letzten Jahre öfter gesehen. Überrascht hat mich der Bericht über einen Lehrer - ganz ehrlich, dass ein Mensch mit Down-Syndrom einen Hochschulabschluss macht, habe ich bis heute nicht gedacht. Warum eigentlich? Da ist mein Schubladendenken wohl größer als ich es mir eingestehen möchte. Bei Inklusion denke ich zwar immer die Chancen mit, die Kinder und Jugendliche haben, wenn sie selbstverständlich mit Menschen mit Behinderung aufwachsen, aber es überwiegt in meinem Denken die Sorge um den benachteiligten Menschen.

 

Der Artikel in Frau und Mutter hat mich persönlich berührt und ich merke, dass ich noch mehr einüben muss, die Vielfalt zu schätzen und nicht möglichst Viele in unser vermeintlich normales Leben einzubinden.

Der Artikel zitiert  betroffene Familien. Nicht das Leben mit dem Down-Syndrom ist das Problem, sondern wie andere Menschen mit ihnen umgehen, macht es schwierig.

Theoretisch fällt es leicht die Frage zu beantworten, ob das Leben eines Menschen mit Down-Syndrom ebenso lebenswert ist, wie das eines vermeintlich gesunden Menschens. In unserer Gesellschaft muss aber noch viel passieren, damit das auch spürbar wird. Für die betroffenen Familie! Für die Vielfalt!

Katrin Brinkmann

Kommentare   

 
0 #1 Suzana Mutheich 2012-12-05 11:47
Kann dir nur zustimmen! Im Artikel stand aber auch, dass ein Mensch mit Down Syndrom es bis zum Hochschulabschl uss schafft ist, zumindestens bis jetzt, sehr selten.
Es wäre schön, wenn sich diese Zahl vergrößeren ließe, allerdings, wenn ich sehe wieviele "normale" Studenten wegen Überlastung abbrechen, muss sich wohl auch im Schulsystem was ändern!
Zitieren
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

© KFD Diözesanverband Osnabrück 2018 Erstellt mit dem KFD-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND