Krieg gegen Familien

Ich habe einen Fehler gemacht! Ich habe mir den Film im Internet angeschaut, auf den im Artikel „Krieg gegen Familien"  ingewiesen wird. Genauer gesagt, ich habe einen Teil des Filmes gesehen, ganz konnte ich und wollte ich das nicht ertragen. Zu Recht warnt der Vorspann des Filmes sehr deutlich, dass hier gewalttätigste Szenen zu sehen sind. Der Regisseur verlegt die wahre Begebenheit aus dem Kongo in ein schönes britisches Herrenhaus - Idylle pur – und eine weiße Familie. Er holt die Gewalt mitten in unseren Blick. Es geschieht nicht weit weg und anderen. Was wäre wenn,... wären wir dann auch noch so unbeschwert im Umgang mit unseren Komsumgütern?

 

 

In vielen Kriegsregionen wird Vergewaltigung als Waffe eingesetzt. Die Bevölkerung soll zermürbt werden – Frauen und Kinder  sind die wehrlosen Opfer. Sie sind für ihr ganzes Leben traumatisiert. Und der Grund: häufig geht es um Ressourcen – um wertvolle Mineralien wie Coltan im Kongo. Dieses Mineral wird für die Produktion von Handys benötigt und solange die  Produzenten illegal erworbene Mineralien ankaufen, werden auch der Landraub und die Vergewaltigungen weitergehen. Allerdings
ist ein Boykott von Coltan aus dem Kongo auch keine Lösung. Darunter würde die Bevölkerung leiden und die Kleinschürfer verlören ihre Lebensexistenz.

Die Aktion „Saubere Handys" von missio (www.missio-hilft.de) macht sich stark dafür, dass die Produzenten für transparente Handelswege sorgen und so nur noch Mineralien verwenden, an denen keine Milizen verdient haben. Das verspricht Nachhaltigkeit und eine faire Chance für die Menschen im Kongo.

Im Kongo lebt gefährlich, wer sich für den Frieden und für die Menschen stark macht. Zum Glück gibt es mutige Menschen die sich für die Errichtung von Trauma-Zentren und gegen den Krieg einsetzen. Ich werde bei meinem nächsten Handykauf darauf achten, dass ich ein Handy finde, welches garantiert kein blutiges Coltan verbaut hat. Und damit das überhaupt möglich
ist, hoffe ich, dass viele sich an der missio-Aktion „Sauberes Handy" beteiligen.

Danke an die Redaktion von frau und mutter für diesen Artikel!

Katrin Brinkmann

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