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fum dezember 2011Wir treten für eine Kirche ein, die Geschiedene - Wiederverheiratete vom Empfang der Sakramente nicht ausschließt.

Die Ehe ist für uns Katholiken ein Sakrament, welches sich die Eheleute gegenseitig spenden. Nach dem Kirchenrecht ist die vor Gott geschlossene Ehe unauflöslich und Geschieden-Wiederverheiratete sind daher vom Empfang der Sakramente ( Buße, Eucharistie und Krankensalbung ) ausgeschossen. 

Das Eheversprechen „bis das der Tod uns scheidet“ können viele Eheleute heute nicht mehr einhalten. Es gibt viele Gründe warum Menschen in einer lebenslangen Beziehung scheitern.

Für die betroffenen Menschen, die sicherlich nicht leichtfertig mit ihrer Ehe umgegangen sind, ist es besonders schmerzlich vom kirchlichen Leben ausgeschlossen zu sein und die versöhnenden Saktramente nicht empfangen zu dürfen.

 

Ich finde es ganz besonders schade wenn die Kinder zum Empfang der Erstkommunion vorbereitet werden und hier die Mutter die Rolle der Katechetin gar nicht oder nur eingeschränkt übernehmen kann und dann beim Festgottesdienst nicht mit ihrem Kind an den Tisch des Herrn treten darf.   -   Was ist das für ein Zeichen für unsere Kinder mit dem Blick in die Zukunft…-…ist das unsere Kirche?

Die Sakramente sind ein Ausdruck der Liebe Gottes zu uns Menschen, sie sollen Kraft und Stärkung im Glauben sein, vor allem in schwierigen Lebensphase, damit die Frauen und Männer wieder einen guten Lebensweg finden.

Ich denke hierbei an die Barmherzigkeit – Barmherzigkeit ist die Bereitschaft gut von anderen zu denken und ihnen Gutes zu tun.

Bei allem Respekt vor der Ehe und dem Versprechen für immer zusammen zu bleiben, bis das der Tod uns scheidet, manchmal ist es nach guter Überlegung und Prüfung besser eine Ehe zu beenden als daran zu Grunde zu gehen und das vielleicht gerade auch für Kinder, wenn sie unter der Beziehung der Eltern leiden.

Und deshalb bin ich fest davon überzeugt, “Kirche muss der Ort sein, wo Menschen in schwierigen Lebenssituationen angenommen, respektiert und begleitet werden“.

 

Monika Mertens, Stellv. Diözesanvorsitzende

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