Tante Emma kommt zurück

DORV - ein tolles Projekt. Und nein, es handelt sich nicht um einen Rechtschreibfehler. Der fum-Artikel berichtet von einem Modell "Dienstleitung und ortsnahe Rundumversorgung" (DORV) in einem Dorf in der Nähe von Jülich. Es ist eine beeindruckende Erfolgsstory, die zuerst als Drama beginnt und schließlich ein ganzes Dorf neu belebt.

Es ist keine neue Nachricht, dass unsere Dörfer

vor großen Herausforderungen stehen. Es ändert sich die Nahversorgung: Sparkassen, Lebensmittelgeschäfte, Ärzte und andere wandern in größere Zentren ab. In einer mobilen Gesellschaft wird zentralisiert und konzentriert. Die meisten kaufen also mit dem Wagen im größeren Discounter ein und dann erledigen sie schnell auch noch all die anderen Dinge in der größeren Stadt.

 

Aber wo bleiben da diejenigen, die nicht so mobil sind? Wo bleiben unsere Kinder und Senioren? Stimmen die Prognosen, dann werden unsere Dörfer immer älter werden und langsam aber sich ausbluten. Die jungen Menschen ziehen der Arbeit hinterher und zurück bleiben die älteren und weniger mobilen Menschen.

Ich finde es ermutigend, dass es Modelle gibt, die beweisen, dass es nicht so sein muß! Ein Dorf kann Lebensqualität bewahren, ja sogar wieder verbessern.

Zwei Zitate aus dem Artikel haben mich besonders angesprochen:

"Wenn man einen Laden nutzt, wird es den auch in Zukunft noch geben. Wenn nicht, dann eben nicht mehr."

und: "In Deutschland gibt es immer 100 Leute, die einem sagen, dass etwas nicht geht ... Wenn dann aber fünf loslegen, ist es erstaunlich, was alles möglich ist."

Es liegt mit in unserer Hand, wie unsere Dörfer aussehen werden! Was sind wir bereit dafür zu tun?

Katrin Brinkmann

 

© KFD Diözesanverband Osnabrück 2018 Erstellt mit dem KFD-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND