"Lachen ist ein guter Weg,

um mit all dem Schrecklichen, was uns in unserer Welt passiert, umgehen zu können." So das Zitat aus fum im Artikel über den Verein "Rote Nasen". Ganz simpel kann es sein: einfach gemeinsam singen und lachen. Denn jede gute Erfahrung kann dabei helfen, ein Trauma zu überwinden. So einfach? Nein, einfach ist es bestimmt nicht für die Clowns, wenn sie in die Flüchtlingsunterkunft gehen und in den Augen der Kinder die traumatischen Erlebnisse gespiegelt sehen. Einfach ist es gewiß nicht, sich dem auszusetzen und sich damit zu konfrotrieren. Denn was kann ich schon sagen, was kann ich tun - angesichts des erlebten Leids?

Ich finde es toll, wie der Verein "Rote Nasen" den Mut hat, mit ihren besonderen Talenten Menschen zu helfen und in der Flüchtlingsunterkunft daran mitzuwirken, dass Willkommenskultur erfahrbar wird.

In den letzen Tagen habe ich in der Zeitung lesen müssen, dass Frau Petri das Grundrecht auf Asyl in ein "Gnadenrecht" umwandeln möchte. In einem Interview wurde Frau Merkel mal wieder als naiv bezeichnet, weil sie die Grenzen für die Flüchtlinge geöffnet hat. Alice Schweitzer findet Angela Merkels Bild vom Islam naiv. Sie verweist darauf, dass manche Flüchtlinge aus Ländern und Regionen kommen, in denen Frauen keine Rechte hätten und in denen sie der Gewalt schutzlos ausgesetzt seien. (- Das wäre dann aus meiner Sicht erst recht ein Grund, warum diese Frauen in Deutschland und Europa Schutz erfahren sollten!)

Mich verstören diese Debatten und ich wundere mich, warum es so einfach scheint, mit solchen Argumenten Flüchtlinge als Bedrohung zu markieren und sich für Abschiebung und Abschottung stark zu machen. Dabei ist in unserer globalen Welt nichts so einfach ....

Aber um diese Fragen geht es in dem Artikel ja garnicht - sondern es geht um "Humor in traurigen Zeiten".Ganz abseits von allen politiischen und populistischen Diskussionen, tragen Clowns Lachen und ein paar Stunden Unbeschwertheit in eine Flüchtlngsunterkunft. So einfach - und doch so viel.

Danke für diesen Artikel!

Katrin Brinkmann

 

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