Wo liegt eigentlich Surinam?

Vom 3. – 5. November 2017 nahmen 43 Multiplikatorinnen verschiedener christlicher Konfessionen an der ökumenischen Werkstatt im LWH-Lingen zur Vorbereitung des Weltgebetstages 2018 teil.
Unter dem Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ lernten die Teilnehmerinnen das kleinste Land des Subkontinentes Südamerikas kennen.
„Moksi“ wurde ein Schlüsselwort. Es bezeichnet auf Surinamisch so etwas wie Vielfalt, Mischmasch. Die Surinamer*innen verstehen sich als ein Gemisch von vielen Ethnien aus vier Kontinenten, die seit Jahrhunderten zusammenleben.

„Moksi“ heißt auch „Gemeinsam“, also als Indigene, Hindus und Muslime, Katholiken, Lutheraner, Herrnhuter, Reformierte u.a. in einer bunten Vielfalt friedlich miteinander zu leben. Frau Saskia Delvendahhl-Bloem von der Herrnhuter Brüdergemeine war eine exzellente Landesreferentin. Sie hat viele Jahre in Surinam gelebt und konnte Informatives mit gutem Hintergrundwissen vermitteln. Auf dem Foto präsentiert sie zusammen mit Heike Jünemann(li) das Wappen des Landes. Es zeigt auf der einen Seite die Vergangenheit, als Sklaven aus Afrika nach Surinam verschleppt wurden, gegenüber die Königspalme als Symbol des Gerechten. Die Raute in der Mitte stellt die Liebe dar.
Surinam hat eine hohe Biodiversität, d.h. 90 % des Landes sind Regenwald, viele Pflanzen – und Vogelarten. Allein über 1000 Baumarten gibt es.
Im Laufe der Werkstatt lernten die Frauen die Schönheit des Landes kennen, aber auch die Schattenseiten, wie Goldabbau, Folgen des Bauxitabbaus, Probleme für Frauen.
In unterschiedlichen Workshops wurden Bausteine für eine Gottesdienstgestaltung ausgearbeitet. In einer besonderen Lebendigkeit übten die Frauen unter der Leitung von Katrin Hopmann die WGT-Lieder ein. Zum Schluss der Werkstattagung wurde der Gottesdienst mit allen erarbeiteten Elementen gefeiert. Die Werkstatt diente der weiteren Vorbereitung für die Multiplikatorinnen auf Regionalebene.

Ursula Kemna

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