Das Lebendige Labyrinth der kfd in Helfta

Die Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn und Gertrud die Große Symbol Helftahaben im 13. Jahrhundert in Helfta (bei Eisleben, Sachsen-Anhalt) gelebt und ihre Schriften verfasst. Das Kloster trug einst den Beinamen "Krone der Deutschen Frauenklöster". Im Laufe der wechselvollen Geschichte gab es 450 Jahre kein klösterliches Leben mehr. Erst 1999 war es wieder möglich, dass Cisterzienserinnen in die wiedererrichtenden Gebäude einzogen und hier erneut klösterliches Leben gründeten. In einem Gebiet, in dem etwa 80% der Bevölkerung nicht getauft ist, übernehmen die Schwestern eine wichtige Aufgabe. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wächst in der Tradition der drei Mystikerinnen neues geistliches Leben.

Die Idee auf dem Klostergelände St. Marien zu Helfta ein lebendiges, begehbares Labyrinth zu verwirklichen, entstand zu Beginn der 2000er Jahre auf Initiative der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands unter der Federführung des Diözesanverbandes Magdeburg. Das in Helfta in den Jahren 2004-2007 entstandene Labyrinth aus vielen heimischen Pflanzen umfasst eine Weglänge von ca. 350m. Es lädt ein zur Besinnung, zu Gespräch und Gebet oder einfach zum Verweilen. Seit der Wiederbelebung des Klosters Helfta wird für mehr und mehr kfd-Frauen Helfta zu einem Ort, zu dem sie sich auf den Weg machen, um dort die Mitte und Wurzeln des Glaubens zu entdecken. Dabei steht das "Lebendige Labyrinth" in der Tradition großer symbolischer Formen. Der Weg führt in Pendelbewegungen von außen nach innen. Die Wendungen der Richtungen führen schließlich zur Mitte, zum Herzstück des Labyrinthes. Ruhebänke an den Wendepunkten und besonders in der Mitte laden zum Verweilen ein.

Entsprechend der Jahreszeit zeigt das Labyrinth ein wechselndes Aussehen. 2014 konnte das "Lebendige Labyrinth" sein 10-jähriges Bestehen feiern. Viele Gäste und kfd-Diözesanverbände nahmen daran teil.

Mitglieder in der "Trägergemeinschaft Lebendiges Labyrinth der kfd in Helfta" sind die Diözesanverbände Magdeburg, Berlin, Görlitz, Hildesheim, Köln, Osnabrück, Paderborn und der Landesverband Oldenburg. Jährlich im Frühjahr von der kfd veranstaltete Ora-et-labora-Tage laden Frauen ein, im Rhythmus vonn Beten und Arbeiten das Lebendige Labyrinth mitzugestalten. Informationen gibt es unter www.lebendiges-labyrinth.de

Ursula Kemna

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