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Impuls im Februar

überSINNlich ist der diesjährige Titel des „Aschermittwoch der Frauen 2018“ und auch der Titel der dazugehörigen Postkarte.

Klassischerweise werden im allgemeinen Sprachgebrauch fünf Sinne unterschieden, Hören, Riechen, Schmecken, Sehen, Fühlen. Wir haben noch den Gleichgewichtssinn dazugenommen. Schauen wir doch gemeinsam ob alle sechs Sinne auf dem Bild zu erkennen sind. Wir fangen links oben an und gehen im Uhrzeigersinn weiter.

Hören. Glocken eines Glockenspiels. Wer schon einmal in der Bremer Böttcherstraße war, erkennt es sofort. 36 Porzellanglocken aus Meißen mit einer angenehmen Melodie. In den großen Einkaufszentren werden wir ungewollt mit Musik beschallt, im Radio wird durch bestimmte Musik unser Konsumverhalten beeinflusst. Die Stille, die Ruhe ist uns fast schon unheimlich. Die bevorstehende Fastenzeit bietet Gelegenheit mehr in uns hineinzuhören und selbst zu bestimmen, was ich hören will.

Fühlen, tasten. Bevor wir überhaupt richtig sehen können, als Säuglinge, können wir fühlen. Das zarte Streicheln, massieren und das Gefühl der Geborgenheit in den Händen liebevoller Menschen hilft uns erwachsen zu werden. Kleinkinder be-greifen ihre Welt bevor sie sie verstehen. Gefühle können gut tun aber sie können uns auch verletzen. Wollen wir fühlen? Das Gute wie das Verletzende?

Sehen. Die meisten Infos für unser Gehirn um die Welt zu verarbeiten kommen über das Auge, das Sehen. Wir erschauen unsere Welt. Nicht immer entspricht das, was wir mit dem Auge wahrnehmen, der Wirklichkeit. Wir sind oft einer Illusion erlegen. Manche Sinnestäuschungen kommen in der Natur vor, andere sind künstlich hervorgerufen. Nicht nur der Sehsinn, alle Sinne lassen sich täuschen.
Sehe ich immer genau hin? Wie oft schauen wir weg? 

Riechen. In der Stadt riecht es anders als auf dem Land, das wissen wir. Wussten Sie auch dass der Körpergeruch helfen kann, den richtigen Partner zu finden? Jeder kennt das Sprichwort "Ich kann dich gut riechen", doch, dass das Riechorgan eines Menschen tatsächlich Einfluss darauf hat, in wen man sich verliebt oder wen man sexuell anziehend findet, ist vielen nicht bewusst. Die Natur hat diese Schnüffel-Hilfe erstellt, um einen gesunden und immunstabilen Nachwuchs zu garantieren. Ausschließlich auf den Geruch sollten wir uns in der Liebe heute aber nicht verlassen. Im Lauf der Entwicklung des Menschen hat „der richtige Riecher“ ausgedient. 

Schmecken. „Das schmeckt mir nicht“, sagen wir oft, wenn uns etwas nicht passt. Und damit meinen wir nicht immer etwas Essbares.
Schmecken kann man verlernen aber auch wieder erlernen! Um den Geschmack zu schulen, empfiehlt es sich einige einfache Regeln zu befolgen:
•          frische Lebensmittel essen statt zu vieler aromatisierter Produkte
•          kleinere Bissen nehmen statt großer Brocken schlingen
•          sorgfältig kauen, die Nahrung gut mit Speichel durchmischen
•          auf starke Gewürze und zu viel Salz verzichten
Gerade in der Fastenzeit hat das „Schmecken“ Hochkonjunktur, oder besser gesagt der Verzicht auf das Lieblingsessen oder bestimmte Getränke ist der Klassiker in der Fastenzeit. Verzicht führt zur Wertschätzung des sonst Selbstverständlichen.

Gleichgewicht. Auch wenn unsere Bilder fünf menschliche Sinne zeigen, sind diese im Gleichgewicht, ausgewogen. Rechts, Links, Oben und Unten sind jeweils zwei Bilder und somit in der Waage, ausgeglichen. Zusammengehalten und zentriert durch das Kreuz. Unseren „siebten“ Sinn? Das überSINNliche das uns zu mehr macht, als eine biologische Kreatur mit fünf Sinnen? Wären wir ausgewogen ohne das verbindende Kreuz?

 

Suzana Muthreich, stv. Diözesanvorsitzende kfd-Osnabrück

 

Text und Bild: Suzana Muthreich

 

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